Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex viridula
Auch bekannt als: Späte Gelb-Segge
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dokumentiert
Wer die Späte Segge (Carex viridula) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren gelbgrünen, fast kugelförmigen Fruchtständen, die wie kleine Morgensterne an den kurzen Halmen sitzen, bildet sie dichte, niedrige Polster. Da sie auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und der Schweiz. Besonders der Buchfink (Fringilla coelebs) profitiert von dieser Pflanze und nutzt die reifenden Samen als wichtige Nahrungsquelle. Wenn du eine feuchte, sonnige Stelle im Garten hast, kannst du mit diesem Sauergras wenig falsch machen.
Seltener Schatz für den Teichrand: Die Späte Segge füttert heimische Buchfinken.
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In der ökologischen Gartengestaltung nimmt die Späte Segge eine wichtige Nische als Nahrungspflanze ein. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie eine gezielte Futterquelle für den Buchfink (Fringilla coelebs), der die kleinen Samen aus den Ähren pickt. Da die Art auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste steht, ist ihr Erhalt in privaten Gärten ein aktiver Beitrag zur Sicherung der regionalen Flora. Durch ihre VAR-Mykorrhiza fördert sie zudem ein gesundes Geflecht aus Bodenpilzen, was die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Sie dient zwar nicht als klassische Bienenweide, ist aber für die Samenfresser unter den Vögeln im Spätsommer unverzichtbar.
Die Späte Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den für Sauergräser typischen scharfkantigen Blättern, an denen man sich bei unvorsichtigem Greifen kleine Schnittwunden zuziehen kann. Es besteht jedoch keine Gefahr durch Giftstoffe, und eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen kugeligen Fruchtstände nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Suche einen vollsonnigen Standort aus, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden muss dauerhaft feucht sein; Staunässe am Teichrand wird sehr gut vertragen.
Wähle einen nährstoffarmen Platz, da die Segge als Schwachzehrer bei zu viel Dünger von starkwüchsigen Arten verdrängt wird.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Ein Rückschnitt ist im späten Winter möglich, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Achte darauf, den Boden um die Pflanze nicht zu kalken, da sie eher saure bis neutrale Bedingungen schätzt.
Die Vermehrung kann durch Teilung der Horste im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Da sie recht klein bleibt, sollte sie nicht von großen Stauden überwachsen werden.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch durch das satte Gelb der Blüte und das frische Grün der Segge.
Die Späte Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae), die man an ihren markanten, meist dreikantigen Halmen ohne Knoten erkennt. Sie ist eine indigene Art, also schon seit der Nacheiszeit bei uns heimisch, und besiedelt bevorzugt nährstoffarme Feuchtwiesen oder Uferzonen. Ihr Wuchs ist horstig, was bedeutet, dass sie kompakte Büschel bildet und keine lästigen Ausläufer im Garten treibt. Eine Besonderheit ist die VAR-Mykorrhiza, eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) zwischen Wurzeln und Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, in mageren Böden zu überleben.
3 Videos zu Späte Segge



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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