Bild folgtKI-generierte IllustrationCarpodacus erythrinus (Pallas, 1770)
Auch bekannt als: Karmingimpel
Pallas, 1770
Der Kamingimpel (Carpodacus erythrinus) ist etwa sperlingsgroß, wobei das Männchen durch seine auffällig kaminrote Färbung an Kopf und Brust sowie den flötenden Gesang auffällt. Als typischer Körnerfresser (Samenfresser) ernährt sich dieser Fink primär von verschiedenen Sämereien und Pflanzenteilen. Seine Nester errichtet er vorzugsweise als Freibrüter (Vogel, der offen in Zweigen brütet) in dichten Hecken oder niedrigen Sträuchern. Da es sich um einen Langstreckenzieher (Vogel, der weite Strecken zum Überwintern zurücklegt) handelt, kehrt er erst spät im Frühjahr aus seinen fernen Winterquartieren zu uns zurück. Du kannst diesen seltenen Gast unterstützen, indem du dichte, heimische Heckenstrukturen in deinem Garten erhältst und auf Schnittmaßnahmen zur Brutzeit verzichtest. Eine flache Wasserstelle oder Vogeltränke wird von diesen Vögeln ebenfalls gerne zum Trinken und Baden angenommen. Ein naturnaher Garten mit viel Unterschlupf bietet die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beobachtung. Verzichte auf chemische Spritzmittel, um ein gesundes Umfeld für die Tiere und ihren Nachwuchs zu gewährleisten. Die Anwesenheit dieses Vogels ist oft zuerst durch seinen markanten Ruf wahrnehmbar, der fast wie eine Frage klingt.
Diese Vogelart ist nach geltendem Recht geschützt, weshalb du besetzte Nester keinesfalls stören oder entfernen darfst. Während der Brutzeit ist besondere Rücksichtnahme bei der Gartenarbeit geboten, um die gut versteckten Gelege nicht zu gefährden. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Bluthänfling (Linaria cannabina), der ebenfalls rötliche Gefiederpartien aufweist.
Der Kamingimpel (Carpodacus erythrinus) gehört zur Familie der Fringillidae (Finken) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Eurasiens, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch gilt. Im Gegensatz zum bekannteren Gimpel ist er ein ausgeprägter Langstreckenzieher, der vorwiegend in Richtung Südostasien zieht. Weibchen und Jungvögel sind schlicht bräunlich-oliv gefärbt und können leicht mit anderen Finkenarten verwechselt werden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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