Bild folgtKI-generierte IllustrationCatocala nymphagoga
An seinen leuchtend gelben Hinterflügeln mit der markanten schwarzen Binde lässt sich das Kleine Gelbe Ordensband (Catocala nymphagoga) sofort erkennen, wenn es sie im Flug unter den rindenfarbigen Vorderflügeln hervorblitzen lässt. Dieser mittelgroße Nachtfalter mit einer Körpermasse von etwa 0,03 Gramm ist eine Besonderheit in wärmebegünstigten Gärten. Da er monophag (auf eine einzige Pflanzengattung spezialisiert) lebt, ist er zwingend auf Eichen angewiesen. Die Raupe ernährt sich ausschließlich von den Blättern heimischer Arten wie der Stieleiche (Quercus robur) oder der Traubeneiche (Quercus petraea). Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation (univoltin). Die Weibchen legen ihre Eier in Rindenritzen ab, wo das Tier als Ei den Winter überdauert. Im Frühling schlüpfen die Larven pünktlich zum Blattaustrieb ihrer Wirtspflanzen. Du kannst diesen seltenen Gast fördern, indem du heimische Eichen im Garten duldest oder neu pflanzt. Da der Falter nachts aktiv ist und künstliche Lichtquellen ihn stören, hilft ihm eine dunkle, naturnahe Gartengestaltung ohne unnötige Außenbeleuchtung sehr.
Völlig harmlos und ein gern gesehener, wenn auch seltener Gartenbesucher. Das Tier besitzt keinen Stachel und ist für Menschen vollkommen unbedenklich. Da die Art hochspezialisiert und selten ist, solltest du Raupen oder Falter keinesfalls berühren oder in ihrem natürlichen Verhalten stören.
Das Kleine Gelbe Ordensband gehört zur Familie der Erebidae (Eulenfalter-Verwandte) und ist im Alpenraum als heimisch eingestuft. Als wärmeliebende Art bevorzugt dieser Falter Lebensräume mit mildem Kleinklima, weshalb er beispielsweise in der Schweiz nur sehr lokal nachgewiesen wird. Mit seiner mittleren Körpergröße und den perfekt getarnten, grau-braunen Vorderflügeln ist er tagsüber an Baumstämmen kaum auszumachen. Von anderen Ordensbändern unterscheidet er sich durch die intensiv gelbe Färbung der Hinterflügel. Die Art ist aufgrund ihrer Bindung an Eichen ein Charaktertier naturnaher Laubmischwälder.
Körpergröße
medium
Nahrung
monophagous
Überwinterung
egg
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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