Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium brachypetalum subsp. brachypetalum
Auch bekannt als: Cerastium brachypetalum subsp. brachypetalum
An den graufilzigen Blättern und den kleinen, weißen Blüten mit tief eingeschnittenen Kronblättern lässt sich das Kleinblütige Hornkraut (Cerastium brachypetalum subsp. brachypetalum) sofort erkennen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor der Entdeckung Amerikas eingeführt wurde) ist es ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Flora auf trockenen Standorten. Da es eine Symbiose mit Mykorrhizapilzen (Pilze, die mit Wurzeln zusammenarbeiten) eingeht, verbessert es die Bodenstruktur in mageren Gartenbereichen. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, an dem sonst wenig wächst, ist dieses Hornkraut genau der richtige Lückenfüller für dich.
Der silbrig-behaarte Überlebenskünstler für sonnige Magerstandorte.
Nach aktuellen ökologischen Daten geht diese Art eine Verbindung mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) ein. Diese Form der Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) ist entscheidend für die Nährstoffaufnahme auf kargen Böden und fördert die Bodengesundheit. Da das Kleinblütige Hornkraut bereits im April und Mai blüht, schließt es eine wichtige Lücke im frühen Blütenangebot auf Trockenstandorten. Es ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und somit perfekt an die hiesigen Umweltbedingungen angepasst.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, sollten Kinder und Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Dank der charakteristischen Behaarung besteht kaum eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Gartenpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Das Kleinblütige Hornkraut ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und braucht einen Platz mit viel Sonne.
Standort: Wähle einen vollsonnigen, trockenen Bereich in deinem Garten.
Boden: Der Boden sollte mager und durchlässig sein; sandige oder steinige Stellen sind ideal.
Pflanzzeit: Du kannst das Hornkraut im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und muss nicht gedüngt werden.
Vermehrung: Sie erhält sich an geeigneten Standorten meist selbst durch Versamung.
Wasserbedarf: Gießen ist nur bei extrem langanhaltender Trockenheit nötig, da die Pflanze Trockenkünstler ist.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Echte Labkraut (Galium verum) – beide teilen die Vorliebe für magere Standorte und ergänzen sich gut in der sommerlichen Wiesenoptik.
Das Kleinblütige Hornkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Gattung der Hornkräuter (Cerastium). In Deutschland und der Schweiz ist es als heimische Art weit verbreitet und besiedelt bevorzugt trocken-warme Standorte. Die Pflanze wächst ein- bis zweijährig und zeichnet sich durch eine dichte Behaarung der gesamten Oberfläche aus, was ihr ein silbrig-graues Aussehen verleiht. Dieser Wuchs dient als natürlicher Schutz vor Verdunstung an ihren sonnigen Standorten.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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