Bild folgtKI-generierte IllustrationDichodon cerastoides
Auch bekannt als: Dreigriffliges Hornkraut
Du erkennst das Dreigriffelige Hornkraut (Cerastium cerastoides) an seinen sternförmigen, weißen Blüten, die im Gegensatz zu den meisten Hornkräutern nur drei statt fünf Griffel (fadenförmige Fortsätze auf dem Fruchtknoten) in der Mitte tragen. Mit seinem kriechenden, mattenartigen Wuchs und den zarten, oft unbehaarten Blättern ist es eine charakteristische Erscheinung für naturnahe Steingärten. Als indigene (heimische) Art ist die Pflanze perfekt an unser Klima angepasst und besiedelt bevorzugt frische, lückige Stellen. Da sie in der Datenbank als nicht kindersicher geführt wird, solltest du sie bedacht platzieren. Wenn du einen alpinen Akzent in deinem Garten setzen möchtest, liegst du mit dieser Spezialistin genau richtig.
Alpine Eleganz für frische Böden: Das dreifach geschickte Hornkraut.
Als indigene (gebietstypische) Art leistet das Dreigriffelige Hornkraut einen wertvollen Beitrag zur floristischen Vielfalt in Gartenanlagen, die den Bergregionen nachempfunden sind. Da es sich um eine heimische Pflanze handelt, ist sie in das lokale Ökosystem integriert und bietet durch ihren mattenartigen Wuchs Deckung für Bodenorganismen. Die Pflanze lebt in einer engen Verbindung mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen), was die biologische Aktivität im Gartenboden unterstützt. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, dienen Nelkengewächse generell als Nahrungsquelle für spezialisierte Kleininsekten. Mit ihrer Ansiedlung bewahrst du ein Stück regionaler Naturidentität.
Bitte beachte, dass das Dreigriffelige Hornkraut in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte daher vermieden werden. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen Hornkraut-Arten, die jedoch meist fünf Griffel besitzen und oft stärker behaart sind. In Gärten mit kleinen Kindern empfiehlt sich ein Standort im Steingarten oder an Stellen, die nicht als Spielbereich dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jan
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem die Pflanze ausreichend Licht bekommt.
Boden: Die Art ist ein Mittelzehrer (kommt mit normaler Gartenerde zurecht) und benötigt keine übermäßige Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide sowohl Staunässe als auch komplettes Austrocknen.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Wurzelpilzen) eingeht, fördert ein gesunder, lebendiger Boden die Entwicklung.
Vermehrung: Eine Teilung der Matten ist im Frühjahr möglich, meist versamt sich die Art an geeigneten Stellen selbst.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale). Beide teilen ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Gartenbereich mit Gebirgscharakter.
Das Dreigriffelige Hornkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und wird heute oft in die Gattung Dichodon eingeordnet. In Deutschland und Österreich ist es eine bodenständige Art der Hochgebirge, wo es typischerweise auf Schneeböden oder in feuchten Steinschuttfluren vorkommt. Morphologisch unterscheidet es sich von anderen Cerastium-Arten durch die meist kahlen Stängel und die reduzierte Anzahl der Griffel. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet durch ihre kriechenden Triebe lockere Rasen auf kalkarmen Standorten.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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