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Cerastium diffusum
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Auch bekannt als: céraiste diffus, Cerastium diffusum
An seinen winzigen, weißen Blüten mit meist nur vier Staubblättern lässt sich das Viermännige Hornkraut (Cerastium diffusum) sofort erkennen. Diese unscheinbare Pflanze ist ein wahrer Schatz für deinen Garten, da sie auf der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft ist. Als Spezialist für extrem magere Standorte besiedelt sie ökologische Nischen, in denen kaum eine andere Art überlebt. Sie ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) und damit ein wertvoller Teil unserer Naturgeschichte. Wenn du trockene, sonnige Ecken hast, ist dieses Hornkraut genau das Richtige für dich.
Eine seltene Perle für Magerrasen: Schütze bedrohte Vielfalt im eigenen Garten.
Da für diese seltene Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, begründet sich ihr ökologischer Wert vor allem durch ihre Rolle als Spezialistin für Magerstandorte. Als gefährdete Art der Roten Liste stellt ihre Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Artenschutz dar. Die frühe Blütezeit ab März bietet ein erstes Nahrungsangebot für die Insektenwelt in einem Zeitraum, in dem viele andere Pflanzen noch ruhen. Durch ihre Fähigkeit, offene Bodenstellen zu besiedeln, schafft sie Lebensraum für andere kleine Bodenbewohner. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände potenziell als feine Futterquelle für Vögel.
Das Viermännige Hornkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der spezifischen Merkmale wie den vier Staubblättern und dem niedrigen Wuchs jedoch nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,088 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Viermännige Hornkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Gattung der Hornkräuter (Cerastium). In Deutschland und Österreich ist es heimisch und besiedelt bevorzugt trocken-warme Standorte. Morphologisch zeichnet es sich durch seine Drüsenhaare und die namensgebende Anzahl von meist vier Staubblättern aus, während verwandte Arten oft fünf besitzen. Die Pflanze wächst meist ein- bis zweijährig und erreicht nur geringe Wuchshöhen, was sie zu einer typischen Bewohnerin lückiger Pflanzendecken macht.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.