Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium pumilum
Auch bekannt als: Dunkles Zwerg-Hornkraut, Niedriges Hornkraut, Dunkles Hornkraut
Artengruppe
Auffällig sind beim Dunklen Zwerg-Hornkraut (Cerastium pumilum) die zierlichen, tief eingekerbten weißen Blüten und die oft dunkelrot oder purpurn überlaufenen Stängel, die im Sonnenlicht leuchten. Als typischer Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) besetzt diese kleine Pflanze Nischen, in denen andere Gewächse längst aufgeben. Sie gehört zum festen Inventar unserer heimischen Flora in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt auf kargen Böden. Da sie als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen gilt, ist sie perfekt an unser Klima angepasst. Wenn du in deinem Garten eine extrem sonnige, trockene Stelle hast, an der sonst kaum etwas gedeiht, ist dieser Spezialist genau der richtige Bewohner für dich.
Ein zierlicher Überlebenskünstler für die heißesten Ecken deines Gartens.
Das Dunkle Zwerg-Hornkraut spielt eine wichtige Rolle als Pionierpflanze in trockenwarmen Lebensräumen. Da es bereits im Mai und Juni blüht, stellt es in einer kritischen Phase des Gartenjahres Ressourcen zur Verfügung. In der Natur ist es fester Bestandteil schutzwürdiger Magerrasen-Gesellschaften, die für spezialisierte Insekten überlebenswichtig sind. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, zeigt die Einstufung in der Roten Liste, dass der Erhalt solcher spezialisierten Arten zur Stabilisierung des regionalen Ökosystems beiträgt. Im Winter dienen die vertrockneten Pflanzenreste und Samen als Nahrungsgrundlage für Kleintiere. Durch die Ansiedlung im Garten förderst du die genetische Vielfalt einer Art, die in der freien Landschaft zunehmend unter Druck gerät.
Bitte beachte, dass das Dunkle Zwerg-Hornkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollte die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, um versehentliches Verschlucken zu vermeiden. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der spezifischen Wuchsform an Extremstandorten eher unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Das Dunkle Zwerg-Hornkraut bevorzugt extrem sonnige und warme Standorte im Garten. * Der Boden sollte nährstoffarm, kalkhaltig und vor allem sehr gut durchlässig sein, da Staunässe nicht vertragen wird. * Ideal ist ein Platz im Steingarten oder auf einer Magerwiese. * Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist. * Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig und sogar kontraproduktiv, da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist. * Gießen musst du nur in extremen Trockenphasen während der Anwachsphase. * Die Vermehrung erfolgt über Samen, die die Pflanze nach der Blüte selbst aussät. * Da es sich um eine konkurrenzschwache Art handelt, solltest du darauf achten, dass sie nicht von starkwüchsigen Nachbarn überwuchert wird. * Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife meist abstirbt. * Gute Partnerin: Das Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene Standorte und ergänzen sich in ihrer frühen Wuchsform.
Das Dunkle Zwerg-Hornkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Es ist in der gesamten DACH-Region heimisch und besiedelt bevorzugt lückige Trocken- und Magerrasen sowie steinige Brachen. Morphologisch zeichnet es sich durch seinen niedrigen Wuchs und die charakteristische Behaarung aus, die es vor Verdunstung schützt. Die Pflanze ist einjährig oder winterannuell, was bedeutet, dass sie ihren Lebenszyklus innerhalb eines Jahres abschließt oder im Herbst keimt, um im nächsten Frühjahr zu blühen.
2 Videos zu Dunkles Zwerg-Hornkraut (Artengruppe)


•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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