Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium subtetrandrum
Auch bekannt als: Cerastium subtetrandrum
An ihren meist vierzähligen, kleinen weißen Blüten lässt sich die Art sofort erkennen. Da es nur wenig Konkurrenz durch hochwüchsige Gräser verträgt, ist es ein seltener Gast, der zeigt, dass du ein Händchen für spezialisierte Nischen hast. Es bereichert die Artenvielfalt in Steingärten oder auf Trockenmauern unaufdringlich, aber stetig. Wenn du sandige oder kiesige Stellen im Garten hast, kannst du dieser zierlichen Art einen wertvollen Lebensraum bieten.
Heimische Pionierpflanze: Die zierliche Spezialistin für trockene Nischen.
Nach aktuellen Daten stellt diese Art eine wichtige Bereicherung für die floristische Diversität in spezialisierten Trockenlebensräumen dar. Da sie früh im Jahr blüht, dient sie als Nektarquelle für erste Bestäuber, auch wenn spezifische Bindungsdaten zu einzelnen Insektenarten derzeit nicht vorliegen. Als lückenfüllende Art schützt sie den Boden an extremen Standorten vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser). Ihre winzigen Samen können im Spätsommer eine Nahrungsquelle für kleine granivore (samenfressende) Bodenbewohner sein. In deinem Naturgarten fungiert sie als wichtiger Baustein für ein funktionierendes Mosaik-Ökosystem.
Nach den vorliegenden Daten ist die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Hornkräuter nicht als hochgiftig bekannt sind, solltest du Vorsicht walten lassen und den Verzehr vermeiden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit bekannten stark giftigen Arten, da die behaarte Textur und die spezifische Blütenform sehr charakteristisch sind.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Mär – Aug
Da diese Art in Österreich heimisch ist, bevorzugt sie sonnige und xerotherme (warme und trockene) Standorte in deinem Garten.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einem Steingarten oder auf einer Trockenmauer.
Boden: Die Erde sollte mager, kalkhaltig und sehr durchlässig sein; Sandböden sind ideal.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Wasser: Nur in der ersten Zeit nach dem Setzen gießen, danach übersteht sie Trockenperioden problemlos.
Staunässe: Vermeide unbedingt stehendes Wasser, da die Wurzeln sonst faulen.
Düngung: Nicht notwendig, da die Art an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich durch Selbstaussaat an offenen Bodenstellen.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich in ihrer niedrigen Wuchsform.
Das Vierstempelige Hornkraut (Cerastium subtetrandrum) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. In unserer Region ist es primär in Österreich verbreitet und besiedelt dort trockene, sandige Standorte oder lückige Trockenrasen. Morphologisch zeichnet es sich durch seine behaarten Blätter und die oft reduzierten Blütenorgane aus, wobei meist nur vier Kronblätter vorhanden sind. Es handelt sich um eine ein- bis zweijährige Pflanze, die als Therophyt (Pflanze, die den Winter nur als Samen überdauert) gilt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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