Bild folgtKI-generierte IllustrationCeratonia siliqua
Auch bekannt als: Johannisbrotbaum, Karube, Charrūb, Karuben, Carubin, Carubenmehl, Karob, Carobe, Karobe, Bockshörndlbaum, Karubenbaum, Charrub, Johannisbrot, Soodbrot
Wer den Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die derben, glänzend dunkelgrünen Blätter und die massiven, bis zu 20 Zentimeter langen braunen Hülsenfrüchte sind absolut charakteristisch. Als robuster, immergrüner Baum bringt er Struktur und ein besonderes Erscheinungsbild in wärmebegünstigte Lagen. Da für unsere Region aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten zu heimischen Insekten vorliegen, ist er primär als ganzjähriger Lebensraum von Bedeutung. Er bietet durch sein dichtes Laub wertvolle Rückzugsorte für Vögel und Kleintiere, besonders in den Wintermonaten. Mit diesem besonderen Baum kannst du ein echtes Zeichen für die Anpassung deines Gartens an trockenere Zeiten setzen.
Immergrüner Strukturgeber: Ein robuster Klimakünstler für warme Gartenplätze.
Da für den Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) in unserer Region derzeit keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, stützt sich sein ökologischer Wert vor allem auf seine Funktion als Strukturgeber. Als immergrüner Laubbaum bietet er Vögeln auch im tiefsten Winter Schutz vor Witterung und Fressfeinden. Die dichte Krone wirkt zudem als kleinklimatische Pufferzone, die im Sommer Schatten spendet und die Verdunstung im direkten Umfeld reduziert. Da er sehr hitzeverträglich ist, bleibt er auch bei extremen Temperaturen als Lebensraum stabil. Die langlebigen Blätter tragen bei ihrem Abwurf zur Humusbildung (Entstehung fruchtbarer Erde durch Zersetzung) bei. Eine direkte Bedeutung als Raupenfutterpflanze für spezialisierte heimische Falterarten ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht belegt.
Der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) wird als nicht kindersicher eingestuft. Besonders die extrem harten Samen in den Hülsenfrüchten können bei Kleinkindern eine Gefahr durch Verschlucken darstellen. Auch wenn Pflanzenteile andernorts verarbeitet werden, sollte im Hausgarten bei Kindern und Haustieren Vorsicht walten gelassen werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
12.25 m
Wähle für diesen Baum einen vollsonnigen und windgeschützten Platz in deinem Garten. Der Boden sollte sehr durchlässig und eher trocken sein, da Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) die Wurzeln schädigen kann. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, solange der Boden frostfrei ist. In den ersten Jahren benötigt der Baum regelmäßige Wassergaben, bis er ein tiefreichendes Wurzelsystem entwickelt hat. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber im zeitigen Frühjahr zur Formkorrektur erfolgen. Da junge Exemplare frostempfindlich sind, empfiehlt sich ein Winterschutz aus Vlies oder ein Standort an einer schützenden Hauswand.
Gute Partnerin: Die Flaum-Eiche (Quercus pubescens) ist eine ideale Begleiterin, da beide Arten sehr wärmebedürftig sind und trockene Standorte bevorzugen.
Auch die Kornelkirsche (Cornus mas) ergänzt die Pflanzung gut, da sie ähnliche Bodenansprüche stellt und das Nahrungsangebot für Insekten im zeitigen Frühjahr bereichert.
Der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). In unserer Region wird er für Österreich als heimisch geführt, wo er vor allem in besonders milden und trockenen Lagen vorkommt. Die Pflanze wächst als immergrüner Baum mit einer runden Krone und einer graubraunen, im Alter rissigen Borke (Baumrinde). Ein botanisches Merkmal sind die paarig gefiederten Blätter, die sehr ledrig und damit gut gegen Verdunstung geschützt sind. Die Pflanze ist zweihäusig, was bedeutet, dass es männliche und weibliche Exemplare gibt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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