Bild folgtKI-generierte IllustrationCeratostigma plumbaginoides
Auch bekannt als: Ceratostigma plumbaginoides
An den leuchtend enzianblauen Blüten und dem tiefroten Herbstlaub lässt sich die Kriechende Hornnarbe (Ceratostigma plumbaginoides) sofort erkennen. Sie ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie erst spät im Jahr Farbe bekennt, wenn viele andere Pflanzen bereits verblühen. Durch ihren dichten Wuchs dient sie als effektiver Bodendecker, der den Boden vor Austrocknung schützt und Rückzugsorte für Laufkäfer (Carabidae) bietet. Da sie erst spät austreibt, lässt sie im Frühjahr Platz für Zwiebelblüher. Du kannst mit ihr wunderbar trockene Böschungen befestigen und gleichzeitig die herbstliche Gartenlandschaft beleben. Probiere sie an einer sonnigen Stelle aus, an der andere Pflanzen oft zu trocken stehen.
Spätblühendes Blauwunder mit spektakulärer herbstlicher Laubfärbung.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten liegt der ökologische Wert der Kriechenden Hornnarbe vor allem in ihrer sehr späten Blütezeit von August bis Oktober. In dieser Phase, in der das Blütenangebot in der Landschaft stark abnimmt, fungiert sie als wichtige Ergänzung für spät fliegende Bestäuber. Die dichte, teppichartige Struktur der Pflanze verbessert das Mikroklima am Boden und bietet Schutz für bodenbewohnende Wirbellose. Da spezifische Bestäubungsbeziehungen für diese Art in der Datenbank nicht vorliegen, ist sie als allgemeiner Spätblüher zur Unterstützung der Biodiversität im Herbstgarten zu betrachten.
Die Kriechende Hornnarbe (Ceratostigma plumbaginoides) ist laut Datenbank nicht kindersicher. Sie sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Es besteht keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit bekannten heimischen Giftpflanzen, dennoch ist beim Umgang mit der Pflanze Vorsicht geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Sep
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in warmer Lage.
Boden: Die Erde sollte gut durchlässig und eher trocken sein, da Staunässe (stehendes Wasser) die Wurzeln schädigt.
Pflanzzeit: Setze die Hornnarbe von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgestorbenen Triebe erfolgt im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks oder durch das Abtrennen der beblätterten Ausläufer vermehren.
Besonderheit: Da der Austrieb erst sehr spät im April oder Mai erfolgt, solltest du den Standort im Beet markieren.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis). Beide Arten schätzen sonnige, trockene Standorte und ergänzen sich zeitlich perfekt: Der Salbei blüht im Frühsommer, während die Hornnarbe ab August das Zepter übernimmt.
Die Kriechende Hornnarbe (Ceratostigma plumbaginoides) wird der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) zugeordnet. In unserer Region gilt sie speziell in Österreich als heimisch, wo sie bevorzugt xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) besiedelt. Charakteristisch sind ihre oberirdischen Ausläufer und die behaarten Blattränder, die eine krautige Wuchsform von 20 bis 30 Zentimetern bilden. Die Pflanze ist ein klassischer Hemikryptophyt (Pflanze, deren Überwinterungsknospen an der Erdoberfläche liegen), weshalb sie im Winter oberirdisch weitgehend einzieht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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