
Cervus elaphus corsicanus
Auch bekannt als: Korsischer Rothirsch (Unterart)
Der Korsische Rothirsch (Cervus elaphus corsicanus) ist ein mittelgrosses Saeugetier mit rötlich-braunem Fell, das im Vergleich zum gewöhnlichen Rothirsch deutlich zierlicher wirkt und sich meist sehr scheu verhält. In Deinem Garten wird dieses Tier kaum dauerhaft verweilen, da es weitläufige Lebensräume in Waldnähe oder Gebüschlandschaften bevorzugt. Er ist vorwiegend dämmerungsaktiv (während der Zeit des Sonnenauf- und -untergangs wach) und nutzt den Schutz dichter Vegetation für seine Ruhephasen. Als reiner Pflanzenfresser verwertet er verschiedene Pflanzenteile wie Gräser, Kräuter, Knospen und die Rinde junger Gehölze. Den Winter übersteht er durch eine Winterruhe (Zustand mit reduziertem Stoffwechsel und verringerter Aktivität), bei der er vor allem Energie spart. Möchtest Du wandernden Wildtieren helfen, kannst Du naturnahe Rückzugsorte wie dichte Hecken oder ungestörte Randbereiche schaffen. Achte darauf, das Tier nicht durch Fütterungsversuche anzulocken, damit es seine natürliche Scheu behält. Ein ruhiger Garten ohne Zäune, die als Barrieren wirken, unterstützt die natürliche Wanderung dieser Tiere. Da keine spezifischen Pflanzenbeziehungen vorliegen, ist eine allgemeine Vielfalt an heimischen Wildpflanzen die beste Unterstützung.
Dieses Wildtier ist streng geschützt und darf unter keinen Umständen gefangen oder in seiner Ruhe gestört werden. Bei einer Begegnung solltest Du grossen Abstand halten, da das Tier bei Bedrängnis mit Flucht oder Verteidigungsreaktionen reagiert. Er ist nicht giftig und für Menschen bei respektvollem Abstand völlig ungefährlich.
Der Korsische Rothirsch (Cervus elaphus corsicanus) ist eine taxonomische Unterart des Rothirsches innerhalb der Familie der Hirsche (Cervidae). Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt auf den Inseln Korsika und Sardinien, weshalb er in Mitteleuropa nur selten oder in Gehegen anzutreffen ist. Er erreicht eine Schulterhöhe von etwa 80 bis 100 Zentimetern und lebt vorwiegend in sozialen Gruppen. Die Lebensweise ist stark an mediterrane Buschlandschaften und Bergwälder angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1362746866
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