Bild folgtKI-generierte IllustrationChalcides viridanus
Auch bekannt als: Kanaren-Walzenskink, Kanarenskink, Westkanarenskink
Die Kanaren-Walzenechse (Chalcides viridanus) ist ein Reptil mit glatten Schuppen, einem walzenförmigen Körper und einer Gesamtlänge von etwa 15 bis 20 Zentimetern. Du erkennst sie an ihrer flinken, fast schlangenartigen Fortbewegung im dichten Unterwuchs oder zwischen Steinen. Als Lebensraum bevorzugt dieser Vertreter der Skinke (Scincidae) warme, sonnige Plätze mit vielen Spalten. Trockenmauern und Steinhaufen sind ideale Orte, an denen sie sich tagsüber sonnen können, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Die Tiere sind vorwiegend tagaktiv und ernähren sich allgemein von Insekten sowie anderen kleinen wirbellosen Tieren. In deinem Garten sind sie nützliche Helfer, da sie als Insektenfresser zur natürlichen Regulation von Kleintierpopulationen beitragen. Den Winter verbringen diese wechselwarmen Tiere in einer Winterstarre (Zustand herabgesetzter Stoffwechselaktivität). Du kannst ihnen helfen, indem du Steinhaufen oder Totholz in ruhigen Bereichen anlegst, die als Unterschlupf dienen. Ein Verzicht auf chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung sichert ihre Nahrungsgrundlage. Solche naturnahen Strukturen bieten Schutz vor Fressfeinden und sichere Quartiere für das ganze Jahr.
Diese Echsen sind für Menschen vollkommen harmlos und besitzen kein Gift. Da alle Reptilien unter allgemeinem Artenschutz stehen, sollten sie im Garten nicht gestört oder gefangen werden. Ein vorsichtiger Umgang ist ratsam, um den Tieren Stress oder Verletzungen zu ersparen.
Die Kanaren-Walzenechse (Chalcides viridanus) wird taxonomisch in die Familie der Skinke (Scincidae) eingeordnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt auf den Kanarischen Inseln, insbesondere auf Teneriffa, wo sie unterschiedliche Höhenlagen besiedelt. Mit ihrer glatten Beschuppung und den eher kurzen Gliedmaßen führt sie eine versteckte, bodengebundene Lebensweise. Da die Art in Mitteleuropa nicht heimisch ist, tritt sie hier nur als Neozoon (nach 1492 eingeführte Tierart) oder Gefangenschaftsflüchtling auf.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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