Bild folgtKI-generierte IllustrationChamaeleo chamaeleon
Auch bekannt als: Europäisches Chamäleon, Gemeines Chamäleon, Gewöhnliches Chamäleon
Das Gewöhnliche Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon) erkennt man sofort an seiner Fähigkeit, die Körperfarbe zur Tarnung und Verständigung zu wechseln. In unseren Gärten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wirst du dieses Tier jedoch fast nie antreffen, da es im warmen Mittelmeerraum zu Hause ist. Mit seinen unabhängig voneinander beweglichen Augen behält es die Umgebung im Blick, während es sich langsam durch das Geäst schiebt. Die Nahrung besteht aus Insekten, die es mit seiner langen, klebrigen Zunge blitzschnell aus der Distanz pflückt. Als reiner Fleischfresser übernimmt es eine wichtige Rolle bei der Regulation von wirbellosen Tieren (Tieren ohne Rückgrat). Da die Art bei uns nicht heimisch ist, handelt es sich bei Sichtungen im Februar meist um entlaufene Terrarientiere, die die Kälte nicht vertragen. Du kannst Reptilien generell unterstützen, indem du sonnige, ungestörte Rückzugsorte wie Trockenmauern oder Steinhaufen anlegst. Ein naturnaher Garten mit dichten Gebüschen bietet zwar Schutz, ersetzt aber nicht die Wärme der südlichen Heimat. Falls du ein solches Tier im Winter findest, benötigt es dringend fachkundige Hilfe. Achte darauf, das Umfeld pestizidfrei (frei von chemischen Bekämpfungsmitteln) zu halten, um die Nahrungsgrundlage zu schonen. Beobachte solche seltenen Gäste bitte nur aus der Distanz, um ihnen unnötige Beunruhigung zu ersparen.
Dieses Tier ist für Menschen absolut harmlos und verhält sich gegenüber Gärtnern sehr friedfertig. Es steht unter strengem Artenschutz und darf weder gefangen noch ohne Genehmigung gehalten werden. Ein Fund im winterlichen Mitteleuropa stellt einen Notfall dar, da das Tier bei hiesigen Temperaturen schnell verendet.
Das Gewöhnliche Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon) gehört zur Familie der Chamäleons (Chamaeleonidae) innerhalb der Schuppenkriechtiere. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vorrangig Nordafrika sowie Teile Südeuropas und Vorderasiens. Es handelt sich um eine baumbewohnende Art, die hervorragend an das Klettern in Sträuchern angepasst ist. In Mitteleuropa existieren keine natürlichen Wildpopulationen dieser wechselwarmen (von der Umgebungstemperatur abhängigen) Reptilien.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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