Bild folgtKI-generierte IllustrationChamaenerion dodonaei
Auch bekannt als: Rosmarin-Weidenröschen
An ihren schmalen, rosmarinartigen Blättern lässt sich das Rosmarin-Weidenröschen (Chamaenerion dodonaei) sofort erkennen. Besonders in Steingärten oder an kiesigen Böschungen kommt diese Art hervorragend zur Geltung. Da sie mit extremen Bedingungen wie Hitze und kargen Böden gut zurechtkommt, ist sie eine wertvolle Ergänzung für naturnahe Gärten. Die purpurrosa Blütenkerzen setzen im Hochsommer kräftige Farbakzente. Wenn du eine robuste Pflanze für schwierige, trockene Stellen suchst, ist dies die richtige Wahl für dich.
Spezialistin für heiße Tage: Purpurrote Blütenpracht auf kargem Schotter.
Da für das Rosmarin-Weidenröschen keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, steht sein Wert als Pionierpflanze im Vordergrund. Diese Art besiedelt bevorzugt offene Bodenstellen und Schotterflächen, die in der modernen Kulturlandschaft selten geworden sind. Mit ihrem Wurzelwerk trägt sie zur Bodenfestigung an sonnigen Böschungen bei. Die schmalen Blätter sind eine gezielte Anpassung an trockene Standorte und reduzieren die Verdunstung. Im Herbst bilden sich kleine Kapselfrüchte, deren Samen mit Haarschöpfen durch den Wind verbreitet werden. Diese Samenstände bieten im winterlichen Garten wichtige Strukturen für die lokale Fauna.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, sie nicht direkt in der Nähe von Spielbereichen zu pflanzen und Kinder darauf hinzuweisen, keine Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht an den typischen kargen Standorten bei genauer Betrachtung der schmalen Blätter kaum.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Sep – Sep
Das Rosmarin-Weidenröschen braucht einen Platz an der prallen Sonne. Der Boden sollte unbedingt durchlässig sein, da die Pflanze empfindlich auf Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) reagiert. Ideal ist ein Gemisch aus Garten- und Schottererde oder ein Platz im Alpinum (Steingarten für Gebirgspflanzen). Gepflanzt wird am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. Da die Art zur Ausbreitung über Ausläufer neigt, solltest du ihr genug Raum geben oder sie durch Rhizomsperren (Wurzelbarrieren) begrenzen. Ein Rückschnitt der alten Triebe erfolgt am besten im Februar vor dem neuen Austrieb.
Standort: Vollsonnig, warm, trocken.
Boden: Kiesig, sandig, kalkreich.
Pflege: Sehr anspruchslos, kein Dünger notwendig.
Partner: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine gute Begleiterin, da beide ähnliche Ansprüche an Trockenheit und Licht stellen.
Das Rosmarin-Weidenröschen (Chamaenerion dodonaei) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Es ist in der Alpenregion, insbesondere in Österreich, heimisch und besiedelt dort natürliche Pionierstandorte (frisch entstandene Lebensräume) wie Flusskies oder Geröllhalden. Von anderen Weidenröschen unterscheidet es sich durch den niedrigeren, buschigen Wuchs und die sehr schmalen Blätter. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Untergründe in vollsonniger Lage. Morphologisch auffällig sind die vierzähligen Blüten, die in lockeren Trauben angeordnet sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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