Bild folgtKI-generierte IllustrationCharadrius hiaticula
Auch bekannt als: Halsbandregenpfeifer
Der Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula) ist ein kleiner Watvogel mit markantem schwarz-weißem Brustband, leuchtend orangefarbenen Beinen und einem ebenso gefärbten Schnabel mit schwarzer Spitze. Falls Du in Küstennähe oder an großen Binnengewässern wohnst, kannst Du diesen flinken Läufer oft bei seinen schnellen Sprints über offene Flächen beobachten. Sein Ruf ist ein melodiöses, flötendes 'tüü-it', das er oft im Flug oder am Boden hören lässt. Als typischer Insektenfresser sucht er im Boden nach kleinen Wirbellosen (Tieren ohne Rückgrat wie Würmer, Insektenlarven oder Krebstiere). Diese Vögel gehören zu den Bodenbrütern (Vögel, die ihr Nest direkt am Erdboden errichten), wobei sie ihre Eier in eine schlichte, kaum ausgepolsterte Mulde im Sand oder Kies legen. In Bezug auf das Zugverhalten handelt es sich um Zugvögel (Vögel, die saisonal zwischen Brut- und Wintergebieten wandern), die oft weite Strecken zurücklegen. In Deinem Garten wird er sich nur zeigen, wenn Du sehr offene, vegetationsarme Kies- oder Sandflächen in Wassernähe hast, da er dichtes Gebüsch meidet. Um ihm zu helfen, solltest Du solche kargen Flächen während der Brutzeit vollkommen ungestört lassen. Du förderst seine Nahrungsgrundlage am besten durch einen naturnahen Garten ohne Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel), in dem viele Bodenlebewesen gedeihen. Da er sehr schreckhaft ist, hilft es dem Tier enorm, wenn Du in Ufernähe auf unnötige Störungen verzichtest.
Dieser Vogel ist nach dem Naturschutzrecht streng geschützt; seine Nester am Boden sind extrem gut getarnt und werden leicht zertreten. Bitte betrete offene Kiesflächen in Brutgebieten nicht und halte Hunde konsequent an der Leine, um die Aufzucht nicht zu gefährden.
Der Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula) wird taxonomisch (systematisch) in die Familie der Regenpfeifer (Charadriidae) eingeordnet. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem als Durchzügler oder seltener Brutvogel an den Küsten und auf sandigen Spülflächen zu finden. Die Art zeichnet sich durch ein charakteristisches Suchverhalten aus, bei dem sie nach kurzen Sprints abrupt stehen bleibt. Er unterscheidet sich vom ähnlichen Flussregenpfeifer vor allem durch die orangefarbenen Beine und den fehlenden gelben Augenring.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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