Bild folgtKI-generierte IllustrationCharadrius leschenaultii R.Lesson, 1826
Auch bekannt als: gravelot de leschenault, Wüstenregenpfeifer
Der Wüstregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) ist an seinem sandbraunen Rücken, der hellen Unterseite und den auffallend langen Beinen gut zu erkennen. Dieser Vogel verhält sich typisch für seine Gattung, indem er ruckartig über den Boden rennt und dann plötzlich verharrt. Er ernährt sich primär als Insektenfresser, der gezielt nach kleinen Wirbellosen (Tieren ohne Innenskelett) im Boden sucht. In deinem Garten wirst du ihn nur finden, wenn dieser sehr weitläufig ist und viele offene, sandige oder kiesige Flächen bietet. Als Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest in einer einfachen Bodenmulde anlegt) ist er auf ungestörte Freiflächen angewiesen. Er ist ein ausgeprägter Langstreckenzieher (Vogel, der über tausende Kilometer wandert), weshalb er nur zu bestimmten Zeiten bei uns verweilt. Um ihm zu helfen, solltest du auf Pestizide (chemische Gifte zur Schädlingsbekämpfung) verzichten, damit er ausreichend Nahrung findet. Du kannst offene Bodenstellen im Garten zulassen, die nicht sofort bepflanzt werden. Sorge bitte dafür, dass bodenbrütende Vögel nicht durch Hunde oder Katzen aufgeschreckt werden. Eine Tränke an einer übersichtlichen Stelle kann für ihn eine willkommene Raststation sein. Da er sehr scheu ist, solltest du Beobachtungen nur aus der Ferne vornehmen.
Diese Vogelart ist nach geltendem Naturschutzrecht geschützt, weshalb eine gezielte Störung der Brut- und Rastplätze verboten ist. Da er seine Eier direkt auf dem Boden ablegt, besteht eine Gefahr, die Nester versehentlich zu zerstören. Achte bitte darauf, in sensiblen Bereichen auf den Wegen zu bleiben.
Der Wüstregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) gehört zur Familie der Regenpfeifer (Charadriidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Asiens, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als seltener Gastvogel geführt wird. Die Art ist auf semiaride (halbtrockene) Gebiete und Küstenstriche spezialisiert. Er lässt sich vom ähnlichen Mongolenregenpfeifer vor allem durch seine kräftigere Statur und den längeren Schnabel unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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