Bild folgtKI-generierte IllustrationCheilosia chrysocoma
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Auffällig ist die dichte, fuchsrote bis goldgelbe Behaarung der Pelzigen Erzschwebfliege (Cheilosia chrysocoma), die sie wie eine winzige Hummel wirken lässt. Unter dem Pelz verbirgt sich ein dunkel-metallischer Körper, der typisch für diese Gattung ist. Die erwachsenen Insekten erreichen eine Körperlänge von etwa 10 bis 12 Millimetern. In unseren Gärten tritt die Art univoltin (in nur einer Generation pro Jahr) auf. Nach der Paarung im Frühjahr legen die Weibchen ihre Eier oft in der Nähe von Wirtspflanzen ab, da die Larven phytophag (sich von Pflanzengewebe ernährend) leben. Besonders im April und Mai kannst du sie dabei beobachten, wie sie im Schwebflug verharren und dann gezielt Blüten ansteuern. Als wichtige Nektarquelle im Frühling dient ihnen vor allem der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.). Die Larven entwickeln sich über den Sommer im Verborgenen und überwintern schließlich als Puppe im Boden. Du kannst diese nützlichen Bestäuber fördern, indem du Wildkräuter wie den Löwenzahn in deinem Garten bewusst blühen lässt. Ein naturnaher Boden ohne chemische Mittel schützt zudem die im Erdreich überwinternden Puppen vor Schaden.
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Diese Schwebfliege ist völlig harmlos und besitzt keinen Stachel. Sie kann weder stechen noch beißen und ist ein gern gesehener, nützlicher Gast in jedem ökologisch bewirtschafteten Garten. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit kleinen Hummeln wird sie oft fälschlicherweise für wehrhaft gehalten.
Die Pelzige Erzschwebfliege (Cheilosia chrysocoma) gehört zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae). Sie ist in Mitteleuropa heimisch und besiedelt bevorzugt Waldränder und naturnahe Wiesen. Anders als viele andere Schwebfliegenarten, deren Larven Blattläuse fressen, entwickeln sich die Larven der Gattung Cheilosia meist in Pflanzengewebe oder Pilzen. Die Imagines (erwachsene Tiere) sind wichtige Bestäuber, die durch ihre dichte Behaarung und den metallischen Glanz gut von anderen Gattungen unterscheidbar sind.
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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