Bild folgtKI-generierte IllustrationCheiracanthium mildei L.Koch, 1864
Auch bekannt als: Mildes Dornfinger, Mildes Dornfingerspinne, Südlicher Dornfinger
Der Hausdornfinger (Cheiracanthium mildei) faellt vor allem durch seinen hellen, gelblich-beigen Koerper und die auffallend kraeftigen Kieferklauen (Cheliceren) auf. Diese Spinne baut keine typischen Radnetze, sondern geht waehrend der Nachtstunden aktiv auf die Jagd nach kleinen Insekten. Tagsueber zieht sie sich in ein charakteristisches Ruhegespinst (ein sackartiges Versteck aus dichter Seide) zurueck, das sie oft an geschuetzten Stellen im Garten oder an Gebaeuden errichtet. Als natuerlicher Jaeger uebernimmt das Tier eine wichtige Aufgabe, indem es die Bestaende von Kleintieren reguliert und so zum oekologischen Gleichgewicht beitraegt. In deinem Garten kannst du die Art foerdern, indem du naturnahe Strukturen wie Trockenmauern oder Steinhaufen belaesst. Da keine speziellen Pflanzenbeziehungen bekannt sind, nutzt die Spinne eine Vielzahl von Strukturen als Jagdrevier. Solltest du ein Exemplar im Haus finden, kannst du es behutsam mit einem Glas und einem Stueck Papier ins Freie befoerdern. Ein umsichtiger Umgang schuetzt diesen nuetzlichen Mitbewohner, der in unseren Breiten heimisch ist. Stoere die weissen Gespinste am besten nicht, damit das Tier ungestoert ruhen kann.
Obwohl der Hausdornfinger zubeissen kann, ist er fuer Menschen grundsaetzlich nicht gefaehrlich. Ein Biss fuehrt meist nur zu lokalen Schmerzen, die mit einem Insektenstich vergleichbar sind. Die Art ist nicht gesetzlich geschuetzt, stellt aber einen nuetzlichen Teil der heimischen Fauna dar.
Der Hausdornfinger (Cheiracanthium mildei) ist ein Vertreter der Familie der Dornfinger (Cheiracanthiidae) und in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Er besiedelt bevorzugt warme Standorte und ist in Deutschland, Oesterreich sowie der Schweiz verbreitet. Die taxonomische (systematische) Beschreibung der Art geht auf den Zoologen Ludwig Koch im Jahr 1864 zurueck. Als nachtaktiver Jaeger hat sich die Art gut an die Gegebenheiten in Gaerten und im Siedlungsraum angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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