Bild folgtKI-generierte IllustrationChelis simplonica
Typisch für Chelis simplonica ist die kontrastreiche, geometrische Zeichnung auf den Vorderflügeln, die diesen mittelgroßen Nachtfalter in seiner alpinen Umgebung perfekt tarnt. Pro Jahr entwickelt sich in der Regel nur eine Generation. Die Weibchen legen ihre Eier an krautigen Pflanzen ab, wobei die Raupen polyphag (an vielen verschiedenen Pflanzenarten fressend) sind. Im Frühling nach der Schneeschmelze fressen die Raupen an heimischen Kräutern wie dem Mittleren Wegerich (Plantago media) oder dem Löwenzahn (Taraxacum). Im Sommer besuchen die erwachsenen Falter Nektarquellen wie das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum). Die Überwinterung erfolgt als Larve (Raupe) in der Bodenstreu oder unter Steinen, wo sie in einer Diapause (Entwicklungsruhe) verharrt. Du kannst diese seltene Art unterstützen, indem du in deinem Garten alpine Strukturen wie Steinhaufen oder Trockenmauern erhältst. Lass im Herbst Laub und Pflanzenreste am Boden liegen, damit die Raupe ein sicheres Winterquartier findet. Da dieser Falter kühle Lagen bevorzugt, sind naturnahe Gärten in höheren Regionen der Schweiz besonders wertvoll für seinen Erhalt.
Völlig harmlos und ein seltener, gern gesehener Gartenbesucher in Gebirgslagen. Da die Art in der Schweiz nur lokal vorkommt und ihre Bestände begrenzt sind, solltest du die Tiere niemals anfassen oder von ihrem Fundort entfernen. Sie sticht nicht und besitzt keine Gifthaare, reagiert aber empfindlich auf Störungen in ihrem Lebensraum.
Chelis simplonica gehört zur Familie der Erebidae (Bärenspinner-Verwandte) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Diese Art ist ein spezialisierter Bewohner kalter Hochgebirgslagen und ist vor allem in der Schweiz heimisch, wo sie jedoch nur sehr lokal vorkommt. Mit einer Körpermasse von etwa 0,016 Gramm ist sie ein eher zierlicher Vertreter der Gebirgsfauna. Die Raupen leben polyphag (nicht auf eine Pflanzenart spezialisiert) und sind an die kurzen Vegetationsperioden des Hochgebirges angepasst. Durch ihre Vorliebe für kühle Habitate besetzt sie eine spezifische ökologische Nische, die sie von vielen verwandten Arten unterscheidet.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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