Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodiastrum hybridum
Auch bekannt als: Bastard-Gänsefuß
Kaum zu übersehen: Der Bastard-Gänsefuß (Chenopodiastrum hybridum) verrät sich durch seine markanten, tief gezackten Blätter, die fast wie kleine Ahornblätter aussehen. Als Bewohner von sehr nährstoffreichen Plätzen zeigt er dir im Garten sofort an, wo der Boden besonders 'fett' und stickstoffreich ist. Er bringt eine architektonische Struktur in wilde Ecken, die sonst oft kahl bleiben würden. Wenn du wissen willst, ob dein Kompostplatz die richtige Qualität hat, beobachte einfach, wie prächtig er dort gedeiht. Ein echtes Charakterstück für Kenner, die ihren Boden verstehen wollen.
Der imposante Blattkünstler: Ein natürlicher Zeiger für nährstoffreiche Böden.
In deinem Garten übernimmt der Bastard-Gänsefuß die wichtige Rolle eines Zeigers für hohe Stickstoffwerte. Da aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten in meiner Datenbank vorliegen, betrachten wir ihn als wertvollen Teil der Nahrungskette durch seine Samenproduktion. Die Samen reifen im Spätherbst und bieten im Winter eine natürliche Futterquelle für Vögel, wenn andere Quellen versiegen. Durch seinen schnellen Wuchs bindet er effektiv Nährstoffe im Boden und verhindert deren Auswaschung. Als einjährige Art schafft er zudem lückige Stellen im Bewuchs, was für die natürliche Dynamik im Garten wichtig ist. Er trägt somit zur strukturellen Vielfalt bei, die vielen Bodenlebewesen Schutz bietet.
Bitte beachte, dass der Bastard-Gänsefuß als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr oder intensiver Kontakt sollte vermieden werden. Da die Pflanze beim Zerreiben oft unangenehm riecht, ist die Gefahr eines versehentlichen Verzehrs durch Kinder oder Haustiere jedoch eher gering.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Suche einen vollsonnigen Platz aus, damit die Pflanze kräftig wächst.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; bei zu großer Trockenheit kümmert die Art.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr fetten, stickstoffreichen Boden, wie er oft an Kompostmieten vorkommt.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) geht diese Art nicht ein (NM), weshalb keine Bodenhilfsstoffe nötig sind.
Da die Pflanze einjährig ist, stirbt sie nach der Samenreife im Winter ab.
Um sie im nächsten Jahr wiederzusehen, lasse die Blütenstände einfach stehen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Achte auf einen Standort außerhalb der Reichweite von Kindern, da sie nicht als kindersicher gilt.
Gute Partnerin: Die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und bilden zusammen ein wertvolles Dickicht.
Der Bastard-Gänsefuß (Chenopodiastrum hybridum) gehört zur Familie der Amaranthgewächse (Amaranthaceae) und ist in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) angesiedelt. Er ist eine einjährige, krautige Pflanze, die bevorzugt auf Ruderalstellen (unbebaute Flächen mit Schutt oder Schlamm) in Deutschland, Österreich und der Schweiz wächst. Auffällig ist sein oft stattlicher Wuchs und der unangenehme Geruch, den die Blätter beim Zerreiben verströmen können. Die Art gilt in Österreich als indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Standorte mit hoher Stickstoffkonzentration.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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