Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodiastrum murale
Auch bekannt als: Mauergänsefuss
Du erkennst den Mauer-Gänsefuß an seinen derben, dreieckigen Blättern mit den auffallend scharfen Randzähnen, die entfernt an den Abdruck eines Gänsefußes erinnern. Diese in Deutschland und Österreich heimische Pflanze ist eine spezialisierte Bewohnerin von Mauern und Dorfrändern. Als Pionierart besiedelt sie schnell offene Bodenstellen und trägt so zur spontanen Vielfalt in deinem Garten bei. Da sie in der freien Landschaft immer weniger Nischen findet, ist ihr Vorkommen an Gartenmauern ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Schau doch mal genauer hin, wie sie selbst kargen Schotter am Schuppen oder Gartenweg belebt. Gönne ihr eine Ecke, um diese seltene Wildpflanze zu unterstützen.
Robuster Mauerkünstler: Heimischer Stickstoffprofi für sonnige Garten-Nischen.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten spielt der Mauer-Gänsefuß eine wichtige Rolle als Samenlieferant für Vögel in der herbstlichen und winterlichen Landschaft. Da er auf sehr nährstoffreichen Böden gedeiht, produziert er eine große Menge an energiereichen Samen, die eine wertvolle Nahrungsquelle darstellen. Die Pflanze besiedelt ökologische Nischen, die für viele andere Arten zu trocken oder zu stark gedüngt sind, und bereichert so die Flora spezialisierter Standorte. Die unauffälligen Blüten werden zwar vorwiegend durch den Wind bestäubt, bieten aber im dichten Wuchs Schutz für bodennahe Kleinstlebewesen. Durch das Stehenlassen der vertrockneten Stängel schaffst du wichtige Überwinterungsstrukturen für nützliche Gartenbewohner.
Der Mauer-Gänsefuß ist nicht kindersicher. Die Pflanze kann in ihren Blättern nennenswerte Mengen an Oxalsäure und Nitraten speichern, weshalb vom Verzehr oder Kontakt durch Kleinkinder abgeraten wird. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht kaum, er ähnelt jedoch anderen Gänsefuß-Arten, die ebenfalls nicht für den Verzehr im Garten vorgesehen sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen und warmen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte sehr nährstoffreich sein, da die Pflanze ein Stickstoffzeiger (Pflanze, die hohe Nährstoffgehalte anzeigt) ist.
Ein Standort an einer alten Mauer oder am Rand des Komposthaufens ist ideal.
Die Pflanze ist einjährig und vermehrt sich durch Samen, die im Frühjahr keimen.
Die ideale Pflanzzeit oder Aussaat liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden offen ist.
Alternativ ist eine Aussaat von September bis November möglich, damit die Samen im Boden überwintern.
Achte auf eine gute Durchlässigkeit des Bodens, da Staunässe nicht vertragen wird.
Die Art ist recht trockenheitsresistent und benötigt in normalen Sommern keine zusätzliche Bewässerung.
Pflegeeingriffe sind nicht notwendig, lass die Pflanze einfach in Ruhe ausreifen.
Gute Partnerin: Weg-Malve (Malva neglecta) – beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden an Mauern und ergänzen sich in ihrem Wuchsverhalten.
Der Mauer-Gänsefuß (Chenopodiastrum murale) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen, sehr stickstoffreichen Standorten wie Wegrändern oder Schutthalden (Ruderalstellen). Die einjährige Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern und bildet oft rötlich angelaufene Stängel aus. Charakteristisch sind die knäueligen Blütenstände, die aus vielen winzigen, grünlichen Einzelblüten bestehen und meist mehlige Überzüge aufweisen.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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