Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium quinoa
Auch bekannt als: Inkakorn, Perureis, Reismelde, Reisspinat, Inkareis, Quinoa, Andenhirse
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Typisch für Quinoa (Chenopodium quinoa) sind die breitflächigen, oft leicht mehlig bestäubten Blätter und die dichten, rispenartigen Blütenstände, die in Grün- oder Rottönen leuchten. Als einjähriges Kraut bereichert sie deinen Garten nicht nur als Nutzpflanze, sondern dient auch als wertvolle Futterquelle für Vögel, die im Winter die reifen Samen picken. Da die Pflanze Windbestäubung nutzt, ist sie nicht auf Insektenbesuche angewiesen, bietet aber Struktur und Schutz im Beet. Du kannst mit dieser robusten Art ganz einfach experimentieren und gleichzeitig etwas für die gefiederte Nachbarschaft tun. Probier es dieses Jahr einfach mal aus!
Proteinreiches Kraftpaket: Eigene Ernte und wertvolles Vogelfutter in einem.
Die ökologische Bedeutung der Quinoa liegt vor allem in ihrer Funktion als Nahrungslieferant für Vögel in der kalten Jahreszeit. Nach der Blütezeit von Juni bis August entwickeln sich die zahlreichen kleinen Samen. Diese sind mit 2,0296 mg sehr leicht und werden über Anemochorie (Windausbreitung) verteilt, sofern sie nicht vorher gefressen werden. Da die Bestäubung primär über den Wind erfolgt, produziert die Pflanze keinen nennenswerten Nektar für Insekten. Dennoch bietet der dichte Wuchs wertvollen Lebensraum und Deckung für bodennah lebende Kleintiere in deinem Garten.
Die Quinoa wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Samenhüllen Saponine (bittere Seifenstoffe) enthalten, die bei Verzehr unvorbehandelter Samen zu Unverträglichkeiten führen können. Die Samen müssen vor der Verwendung in der Küche stets gründlich gewaschen werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme größerer Mengen durch Kinder kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz aus, da die Pflanze viel Licht für die Samenreife benötigt.
Aussaatzeitpunkt: Im April oder Mai direkt ins Freiland säen, sobald keine starken Fröste mehr drohen.
Bodenbeschaffenheit: Ein lockerer, gut durchlässiger und nährstoffreicher Boden ist ideal.
Pflanzabstand: Lasse etwa 30 cm Platz zwischen den Pflanzen, damit sie sich gut verzweigen können.
Wasserbedarf: In der Keimphase gleichmäßig feucht halten, ältere Pflanzen vertragen kurze Trockenperioden gut.
Pflege: Halte das Beet anfangs unkrautfrei, bis die Quinoa das Areal beschattet.
Ernte: Sobald sich die Blätter verfärben und die Samen bei Druck nicht mehr nachgeben, ist Erntezeit.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie ist eine heimische Art, die ähnliche Lichtansprüche hat und das Beet optisch sowie ökologisch aufwertet.
Quinoa gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze. Ursprünglich aus den Anden stammend, hat sie sich als anpassungsfähige Kulturpflanze in unseren Regionen etabliert. Sie bevorzugt sonnige Standorte auf nährstoffreichen Böden, ähnlich wie ihre heimischen Verwandten aus der Gattung der Gänsefüße (Chenopodium). Eine morphologische Besonderheit ist das geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von etwa 2,0296 mg, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht.
1 Video zu Quinoa
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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