Bild folgtKI-generierte IllustrationChersotis alpestris
An ihrer eher schlichten, graubraun marmorierten Zeichnung und der mittleren Statur lässt sich die Alpen-Erdeule (Chersotis alpestris) im Gebirgsgarten sofort erkennen. Dieser Nachtfalter bildet pro Jahr eine Generation aus, die perfekt an kühle Lagen angepasst ist. Die Weibchen legen ihre Eier an verschiedenen niedrigen Kräutern ab, da die Art polyphag (viele verschiedene Pflanzenarten fressend) lebt. Im Frühling und Frühsommer, ab Mai, besuchen die Falter oft früh blühende Bergpflanzen, während sie im Hochsommer an heimischen Arten wie der Alpen-Flockenblume (Centaurea montana) oder der Berg-Aster (Aster amellus) Nektar saugen. Die Raupen fressen an einer Vielzahl von Wildkräutern und bereiten sich frühzeitig auf die harten Bedingungen vor. Sie überwintern als Larve (Raupe) am Boden in der Streuschicht oder im Moos, oft in einer Art Kältestarre (Zustand reduzierten Stoffwechsels). Da die Art in der Schweiz heimisch ist, kannst du sie fördern, indem du alpine Wildblumenwiesen stehen lässt und auf mineralischen Dünger verzichtest. Ein naturnaher Garten mit Steinhaufen bietet den Raupen ideale Verstecke. Achte darauf, das Herbstlaub in ruhigen Ecken nicht zu entfernen, damit die Larven sicher durch den Winter kommen.
Die Alpen-Erdeule ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Sie besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge, die dem Menschen gefährlich werden könnten. Da sie in spezialisierten Lebensräumen vorkommt, solltest du die Tiere oder ihre Raupen nicht einsammeln oder umsiedeln, sondern lediglich ihre Anwesenheit beobachten.
Die Alpen-Erdeule (Chersotis alpestris) gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Ihr nachgewiesenes Verbreitungsgebiet in unserer Region konzentriert sich auf die Schweiz, wo sie bevorzugt kühle, montane Lebensräume besiedelt. Mit einer Körpermasse von etwa 0,035 Gramm ist sie eine mittelgroße Art, die durch ihre unauffällige Färbung hervorragend an felsigen oder erdigen Untergrund angepasst ist. Von ähnlichen Erdeulen unterscheidet sie sich oft nur durch die spezifische Anordnung der Makel (typische Fleckenmuster auf den Vorderflügeln) und ihre ökologische Bindung an die Temperaturnische kühlerer Lagen.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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