Bild folgtKI-generierte IllustrationChilostoma banaticum
Die Banater Felsenschnecke (Chilostoma banaticum) ist ein seltener Vertreter der Schnirkelschnecken (Helicidae), der durch sein charakteristisches Gehäuse auffällt. Diese Landschnecke gehört zur Familie der Schnirkelschnecken und bevorzugt feuchte, oft kalkreiche Lebensräume in kühleren Lagen. Da keine spezifischen Nahrungsdaten vorliegen, lässt sich allgemein sagen, dass sich solche Weichtiere überwiegend von abgestorbenem Pflanzenmaterial, Algenaufwuchs oder Pilzen ernähren. Als Zersetzer (Destruenten) leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Stoffkreislauf in Deinem Garten, indem sie organisches Material in fruchtbaren Humus (nährstoffreiche Erde) umwandeln. Sie dienen zudem als wichtige Nahrungsquelle für Vögel oder Igel. Im Februar befinden sich diese Tiere meist noch in einer Kältestarre (Inaktivität bei niedrigen Temperaturen), tief verborgen in der Laubschicht oder in Mauerritzen. Du kannst sie unterstützen, indem Du Laubhaufen und Totholz in ruhigen Gartenecken liegen lässt. Ordnungsliebe ist hier weniger gefragt als Naturnähe. Ein ökologisch geführter Garten bietet diesen Tieren den nötigen Rückzugsraum. Achte darauf, keine chemischen Schneckenbekämpfungsmittel einzusetzen, um die Artenvielfalt nicht zu gefährden.
Diese Schnecke ist für den Menschen vollkommen harmlos und stellt keine Gefahr für Deine Kulturpflanzen dar. Da die Art in vielen Regionen sehr selten ist, steht sie oft unter besonderem Schutz und sollte in ihrem Lebensraum ungestört bleiben.
Die Art Chilostoma banaticum gehört zur Familie der Schnirkelschnecken (Helicidae) und wird taxonomisch oft der Gattung Drobacia zugeordnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt primär in Osteuropa, wobei sie in Mitteleuropa nur sehr lokale Vorkommen an felsigen Standorten besitzt. Als landlebende Lungenschnecke (Stylommatophora) ist sie auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit und kalkhaltigen Untergrund angewiesen. Ihre Lebensweise ist eng an schattige, bewaldete oder felsige Habitate gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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