Bild folgtKI-generierte IllustrationChlamydomonas nivalis
Auch bekannt als: Chlamydomonas nivalis
Unverwechselbar ist die Blutregenalge (Chlamydomonas nivalis) durch die leuchtend rote Färbung, die sie alten Schneefeldern im Hochgebirge verleiht. Diese Einzeller färben den schmelzenden Firn (mehrjährigen Schnee) oft flächig rot, was Wanderern in den Alpen sofort auffällt. Für deinen Garten spielt sie keine aktive Rolle, da sie als spezialisierte Alge extreme Kälte benötigt, aber sie ist ein faszinierendes Wunder der Anpassung. Du kannst sie am besten schützen, indem du bei Bergwanderungen auf den Wegen bleibst und die empfindlichen Firnfelder nicht betrittst.
Überlebenskünstlerin im ewigen Eis: Die Alge, die Schnee blutrot färbt.
Die ökologische Bedeutung der Blutregenalge (Chlamydomonas nivalis) liegt in ihrer Funktion als Pionierorganismus in lebensfeindlichen Eisregionen. Da sie keine Blüten besitzt, bietet sie keinen Nektar oder Pollen für Bestäuber wie Wildbienen oder Schmetterlinge an. Dennoch ist sie ein wichtiger Teil der alpinen Nahrungskette und dient als Futterquelle für spezialisierte Kleinstlebewesen wie den Gletscherfloh (Isotoma saltans). Durch die dunkle Färbung der Schneeoberfläche verringert sie die Rückstrahlung des Sonnenlichts, was die Schneeschmelze lokal beschleunigt und so winzige Lebensräume mit flüssigem Wasser schafft.
Die Blutregenalge (Chlamydomonas nivalis) ist laut vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Da sie in der Natur oft in Gebieten vorkommt, in denen sich auch andere Partikel im Schnee sammeln, sollte rötlich verfärbter Schnee niemals gegessen werden. Im Garten tritt sie unter normalen Bedingungen ohnehin nicht auf, weshalb kein direktes Risiko besteht.
Licht
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Boden
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Da die Blutregenalge (Chlamydomonas nivalis) ein hochspezialisierter Bewohner von Schneefeldern ist, lässt sie sich nicht im klassischen Sinne im Garten anpflanzen oder pflegen.
Standort: Sie benötigt dauerhaft Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und eine Unterlage aus schmelzendem Schnee.
Boden: Ein Gartenboden ist für diese Art ungeeignet; sie lebt ausschließlich in einem Wasserfilm auf Eiskristallen.
Pflanzzeit: Eine Ansiedlung im Hausgarten ist nicht möglich, da die ökologischen Nischen der Hochalpen im Flachland fehlen.
Pflege: Der Erhalt der Art ist eng mit dem Klimaschutz und dem Erhalt unserer Gletscher und Schneefelder verbunden.
Vermehrung: In der Natur erfolgt die Vermehrung durch Zellteilung während der sommerlichen Schmelzperiode.
Kombination: In ihrem natürlichen Lebensraum tritt sie oft gemeinsam mit dem Gletscherfloh (Isotoma saltans) auf, der sich unter anderem von Mikroorganismen und eingetragenen Pollen ernährt.
Die Blutregenalge (Chlamydomonas nivalis) gehört zur Gruppe der Grünalgen, auch wenn ihre Farbe etwas anderes vermuten lässt. Sie ist in den Hochgebirgsregionen von Österreich verbreitet und besiedelt dort bevorzugt schmelzendes Eis und Altschnee. Die rote Färbung rührt von Carotinoiden (natürlichen Farbpigmenten) her, die die Alge vor der intensiven UV-Strahlung in der Höhe schützen. Morphologisch zeichnet sie sich durch bewegliche Stadien mit zwei Geißeln (fadenförmigen Fortsätzen) und robuste, rote Dauerstadien aus.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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