Bild folgtKI-generierte IllustrationChlorophorus figuratus
An den markanten, hellgrauen Querbinden auf den dunklen Flügeldecken lässt sich der Schulterfleckige Widderbock (Chlorophorus figuratus) sofort erkennen. Dieser schmale Käfer erreicht eine Körperlänge von 8 bis 13 Millimetern und zeigt eine feine, graue Behaarung auf schwarzem Grund. Meist benötigt das Tier zwei Jahre für eine Generation, wobei die Entwicklung weitgehend verborgen bleibt. Die Larven leben saproxylophag (sich von totem Holz ernährend) und fressen Gänge in das trockene Holz von Laubbäumen wie Eiche (Quercus) oder Birne (Pyrus). Im Sommer, meist zwischen Juni und August, schlüpfen die adulten Käfer und suchen aktiv nach Nahrung. Du triffst sie dann häufig auf den Blüten heimischer Doldenblütler (Pflanzen mit schirmartigen Blütenständen) wie der Wilden Möhre (Daucus carota) oder dem Giersch (Aegopodium podagraria). Den Winter verbringen sie als Larve oder Puppe im Holz, wo sie in einer Kältestarre (winterliche Ruhephase) verharren. Wenn du die Art fördern möchtest, solltest du auf das Verbrennen von Holzschnitt verzichten und stattdessen einen Totholzstapel in einer sonnigen Gartenecke anlegen. Da die Käfer im Hochsommer fliegen, sind sie auf ein kontinuierliches Angebot an nektarreichen Wildblumen angewiesen.
Völlig harmlos und ein nützlicher Mitbewohner, der beim Abbau von Holzresten hilft. Der Käfer kann weder stechen noch beißen und besitzt keinen Giftapparat. Du kannst ihn gefahrlos beobachten, solltest ihn aber nicht stören, damit er ungestört für Nachwuchs sorgen kann.
Der Schulterfleckige Widderbock gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er verbreitet, tritt jedoch meist nur lokal und in wärmebegünstigten Lagen auf. Typisch für diesen Käfer ist der langgestreckte Körper mit den für Bockkäfer charakteristischen langen Fühlern. Von dem ähnlichen Eichen-Widderbock unterscheidet er sich durch die deutlich schlichtere, graue Zeichnung und das Fehlen gelber Farbtöne. Seine Lebensweise ist eng an das Vorhandensein von abgestorbenem Laubholz gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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