Bild folgtKI-generierte IllustrationChondrostoma lusitanicum
Der Iberische Bogenmundstreifling (Chondrostoma lusitanicum) ist ein kleiner, stromlinienförmiger Fisch aus der Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae), der spezialisierte Lebensräume in Süßwassergebieten besiedelt. In deinem Garten wirst du dieses Tier vermutlich nicht antreffen, da es fast ausschließlich in fließenden Gewässern auf der Iberischen Halbinsel vorkommt. Das Tier bevorzugt sauberes, sauerstoffreiches Wasser und reagiert empfindlich auf Verschmutzungen. Während der Fortpflanzung zeigen diese Fische ein interessantes Laichverhalten, bei dem sie oft flachere Gewässerbereiche aufsuchen. Da viele Arten dieser Gattung durch die FFH-Richtlinie (ein europäisches Regelwerk zum Schutz gefährdeter Arten) geschützt sind, ist der Erhalt ihrer natürlichen Umgebung entscheidend. Du kannst als Gartenbesitzer zum allgemeinen Artenschutz beitragen, indem du keine Schadstoffe in Entwässerungsgräben leitest. Ein naturbelassener Bachlauf in der Nähe deines Grundstücks bietet theoretisch einen Lebensraum für verwandte heimische Arten. Die Wasserqualität lässt sich durch den Verzicht auf Kunstdünger in Gewässernähe massiv verbessern. Beobachtungen am Wasser erfordern Geduld und Ruhe, um die scheuen Tiere nicht zu verschrecken. Es ist wichtig, die Integrität unserer Wassersysteme zu bewahren, damit solche Spezialisten überleben können.
Dieser Fisch steht unter strengem Schutz und darf niemals gefangen oder in andere Gewässer umgesiedelt werden. Ein Transport oder eine Haltung in privaten Teichen ist gesetzlich untersagt. Er ist für den Menschen völlig harmlos und besitzt keinerlei Giftstoffe.
Die taxonomische Einordnung erfolgt in die Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae) innerhalb der Gattung Iberochondrostoma. Ursprünglich ist diese Art in Portugal verbreitet, wo sie vorwiegend in kleinen Fließgewässern lebt. Als benthisch (am Gewässerboden lebend) orientierter Fisch sucht er dort nach Nahrung in Form von organischen Ablagerungen und Kleinstlebewesen. Die Art bleibt vergleichsweise klein und ist an saisonal wechselnde Wasserstände angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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