Bild folgtKI-generierte IllustrationCiconia nigra
Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) besticht durch sein metallisch glänzendes, schwarzes Gefieder, den weißen Bauch sowie die markant roten Beine und den roten Schnabel. In Ihrem Garten werden Sie diesen scheuen Waldbewohner vermutlich nur selten direkt am Boden sehen, sondern eher als majestätischen Flieger am Himmel beobachten. Als Fleischfresser (Karnivor) ernährt er sich bevorzugt von Fischen, Amphibien und Wasserinsekten in naturnahen Gewässern. Seine Nester errichtet er hoch oben in alten Bäumen in abgelegenen, ruhigen Waldgebieten, weit weg von menschlichen Siedlungen. Dieser seltene Gast ist ein Langstreckenzieher (Vogel, der große Distanzen zum Überwintern zurücklegt) und verbringt die kalte Jahreszeit in Afrika. Sein Ruf ist ein leises, flötenartiges Pfeifen, da er im Gegensatz zum Weißstorch nur selten mit dem Schnabel klappert. Als Gartenbesitzer können Sie ihn am besten unterstützen, indem Sie angrenzende Bachläufe naturbelassen halten. Da er sehr störungsempfindlich ist, benötigt er vor allem Ruhe in seinem weiträumigen Lebensraum. Künstliche Nisthilfen sind im privaten Garten meist nicht sinnvoll, da er die Tiefe des Waldes bevorzugt. Jede ökologische Aufwertung der Landschaft durch Verzicht auf Chemie hilft jedoch seinen Beutetieren.
Diese Art ist streng geschützt und reagiert extrem empfindlich auf menschliche Störungen, was zur Aufgabe der Brut führen kann. Nester dürfen unter keinen Umständen aufgesucht oder fotografiert werden. Eine Verwechslung mit dem Weißstorch ist aufgrund der schwarzen Färbung fast unmöglich.
Der Schwarzstorch gehört zur Familie der Störche (Ciconiidae) innerhalb der Ordnung der Schreitvögel. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, besiedelt dort aber ausschließlich ungestörte, wasserreiche Waldgebiete. Im Vergleich zum Weißstorch lebt er ausgesprochen zurückgezogen und gilt als Indikator für intakte Ökosysteme. Seine Lebensweise ist weitgehend solitär (einzelgängerisch), außer während der Zugzeit oder an besonders nahrungsreichen Gewässern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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