Bild folgtKI-generierte IllustrationCicurina cicur (Fabricius, 1793)
Die Gewöhnliche Winterspinne erkennst du an ihrem glänzenden, rötlich-braunen Vorderkörper und dem etwas blasseren Hinterleib. Du findest diesen flinken Gartenbewohner meist versteckt unter Steinen, feuchtem Totholz oder in der Laubschicht. Als typische Bewohnerin der Streuschicht (der Schicht aus herabgefallenen Blättern) führt sie ein verborgenes Leben am Boden. Dort webt sie kleine, unauffällige Gespinste, um Beute zu überrumpeln. Sie ernährt sich allgemein von kleinen Insekten und anderen wirbellosen Tieren, die sich im Bodenbereich aufhalten. Durch diese räuberische Lebensweise hilft sie dir dabei, das biologische Gleichgewicht in deinem Garten zu bewahren. Im Winter und zeitigen Frühjahr profitiert sie von geschützten Nischen, die du durch das Liegenlassen von Gartenabfällen schaffst. Du kannst sie unterstützen, indem du auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest und wilde Ecken zulässt. Solche Rückzugsorte bieten ihr den nötigen Schutz vor extremem Frost. Ein naturnaher Garten ist für sie der ideale Lebensraum.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und verhält sich friedfertig. Sie besitzt keine Giftwirkung, die für uns von Bedeutung wäre, und ist ein nützlicher Helfer bei der natürlichen Regulation von Bodeninsekten.
Die Gewöhnliche Winterspinne (Cicurina cicur) ist eine heimische Art aus der Familie der Hahniidae (Bodenspinnen). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Sie bevorzugt bodennahe, oft feuchte Mikrohabitate (kleine, abgegrenzte Lebensräume) in Wäldern und Gärten. Als räuberischer Generalist (ein Tier ohne spezialisierte Beutewahl) spielt sie eine wichtige Rolle im Abbaukreislauf der Bodenfauna.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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