Bild folgtKI-generierte IllustrationCircaetus gallicus
Der Schlangenadler (Circaetus gallicus) besticht durch seine helle Unterseite mit dunklen Flecken, eine beachtliche Flügelspannweite von bis zu 190 Zentimetern und ein fast eulenartiges Gesicht mit großen, gelben Augen. Dieser Greifvogel (Fleischfresser) hat sich auf die Jagd nach Reptilien spezialisiert und benötigt daher weite, sonnige Landschaften. Er errichtet seinen Horst (das Nest eines Greifvogels) bevorzugt hoch oben in den Kronen von Bäumen mit freiem Anflug. Als Langstreckenzieher (Vogel, der zwischen Brut- und Winterquartier weite Wege zurücklegt) verbringt er die kalte Jahreszeit im südlichen Afrika. Ihr werdet seinen Ruf als klagendes Pfeifen meist nur wahrnehmen, wenn er über Thermikfeldern kreist. In eurem Garten wird er selten direkt landen, da er für die Jagd offene Flächen bevorzugt. Um solche seltenen Tiere indirekt zu fördern, hilft ein naturnaher Garten mit Elementen wie Trockenmauern, die Lebensraum für seine Beutetiere schaffen. Ein Verzicht auf chemische Mittel schützt die gesamte Nahrungskette dieses empfindlichen Jägers. Ruhe in der Umgebung ist für diesen scheuen Vogel besonders während der Brutzeit entscheidend. Er ist ein faszinierendes Beispiel für die hohe Spezialisierung in unserer heimischen Vogelwelt.
Der Schlangenadler ist streng geschützt und reagiert äußerst sensibel auf Störungen am Brutplatz. Ein Einhalten von großem Abstand ist zwingend erforderlich, um die Aufzucht nicht zu gefährden. Verwechslungen sind aufgrund der hellen Unterseite am ehesten mit hellen Morphen (Farbvarianten) des Mäusebussards möglich.
Der Schlangenadler gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und ist innerhalb der Ordnung der Greifvögel ein hochspezialisierter Jäger. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis Zentralasien, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur sehr lokal und selten vorkommt. Er bevorzugt warme, offene Landschaften mit ausreichenden Beständen an Reptilien, seiner Hauptnahrung. Charakteristisch ist sein Suchflug, bei dem er oft in der Luft rüttelt (an einer Stelle fliegen), um Beute am Boden zu orten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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