Bild folgtKI-generierte IllustrationCircus macrourus (S.G.Gmelin, 1770)
Auch bekannt als: Steppenweihe
S.G.Gmelin, 1770
Die Steppenweihe (Circus macrourus) erkennst du an ihrem sehr schlanken Koerper, den schmalen, spitzen Fluegeln und dem gaukelnden, niedrigen Suchflug ueber offenem Gelaende. Dieses Tier gehoert zur Gruppe der Greifvoegel und ernaehrt sich als Fleischfresser vorwiegend von kleinen Wirbeltieren. In deinem Garten wirst du sie eher selten als Dauergast sehen, da sie weite, offene Flaechen bevorzugt. Als Bodenbrueter (Vogel, der sein Nest direkt auf der Erde errichtet) findet sie in dicht besiedelten Gebieten kaum Nistmoeglichkeiten. Die Steppenweihe ist ein Langstreckenzieher (Vogel, der grosse Distanzen zum Winterquartier zuruecklegt) und zieht meist weit in den Sueden. Im Februar befindet sie sich oft noch in den Winterquartieren oder auf dem beginnenden Heimzug. Da sie als Nahrungsgast von einer hohen Biodiversitaet (Vielfalt des Lebens) profitiert, hilft ihr ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmoeglichkeiten fuer Beutetiere. Du kannst zum Erhalt beitragen, indem du auf Pestizide (Schaedlingsbekaempfungsmittel) verzichtest. Offene Wiesenstuecke in der Umgebung sind fuer diesen eleganten Flieger lebensnotwendig. Beobachte sie am besten mit dem Fernglas, wenn sie im Fruehjahr ueber angrenzende Felder streift.
Die Steppenweihe ist nach geltendem Recht streng geschuetzt und darf an ihren Rastplaetzen nicht gestoert werden. Da sie ein seltener Gast ist, besteht bei fluechtiger Beobachtung Verwechslungsgefahr mit der Korn- oder Wiesenweihe. Besondere Vorsicht ist beim Schutz von Offenlandflaechen geboten, um moegliche Rastbiotope nicht zu beeintraechtigen.
Die Steppenweihe (Circus macrourus) gehoert zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) innerhalb der Ordnung der Greifvoegel. Sie ist vornehmlich in Osteuropa und Zentralasien verbreitet, tritt aber in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz regelmaessig als seltener Durchzuegler auf. Von der aehnlichen Kornweihe unterscheidet sie sich durch ihre noch schlankere Gestalt und das charakteristische helle Halsband der Weibchen. Ihre Lebensweise ist eng an offene Steppen- und Agrarlandschaften gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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