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Cirsium acaulon x oleraceum
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Wer die Bastard-Distel (Cirsium acaulon x oleraceum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie vereint die fast stängellose Wuchsform der einen mit den blassgelben Hüllblättern der anderen Elternart zu einer faszinierenden Erscheinung. Im Naturgarten ist diese seltene Kreuzung ein echtes Highlight für Kenner, da sie die genetische Vielfalt unserer Flora widerspiegelt. Da sie als krautige Pflanze mit breiten Blättern fest im Boden verankert ist, bietet sie eine spannende Struktur in Übergangsbereichen. Du förderst mit ihr eine Pflanze, deren leichte Samen (3,71 mg) perfekt an die Verbreitung durch den Wind angepasst sind. Wenn du sie in deinem Garten ansiedelst, schaffst du einen wertvollen Trittstein für die lokale Flora.
Eine seltene Laune der Natur: Die windbewegte Brücke zwischen Trocken- und Feuchtwiese.
Die ökologische Bedeutung dieser Hybride liegt vor allem in ihrer Funktion als Samenspenderin. Mit einem Diasporengewicht von 3,71 mg sind die Samen sehr leicht und für die Anemochorie (Windausbreitung) optimiert. Nach aktuellen Daten dient das geringe Gewicht der Fernausbreitung, was die Besiedlung neuer Lebensräume ermöglicht. Da sie als krautige Pflanze nicht verholzt, vergehen ihre oberirdischen Teile im Winter und bieten so Material für bodenlebende Organismen. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese seltene Kreuzung fehlen, sind Disteln generell wichtige Anlaufstellen in der Landschaft. Ihr Erhalt im Garten sichert die genetische Variabilität innerhalb der Gattung der Kratzdisteln.
Die Bastard-Distel ist als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den typischen distelartigen Strukturen der Blätter, die bei Berührung zu schmerzhaften Stichen führen können. Im Familiengarten solltest du sie daher eher in den Hintergrund oder in weniger begangene Bereiche pflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Hybride (Kreuzung) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Gattung der Kratzdisteln (Cirsium). Sie tritt natürlicherweise dort auf, wo sich die Lebensräume der Stängellosen Kratzdistel (Cirsium acaulon) und der Kohldistel (Cirsium oleraceum) überschneiden. Ihr bevorzugter Standort liegt oft in Kontaktzonen zwischen Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und feuchteren Wiesenbereichen. Morphologisch zeigt sie oft einen verkürzten Stängel und die charakteristischen, breitblättrigen Laubblätter der Gattung, die nicht verholzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.