Bild folgtKI-generierte IllustrationCirsium monspessulanum
Auch bekannt als: Cirsium monspessulanum
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
An ihren leuchtend purpurfarbenen Blütenköpfen und den ungewöhnlich langen, schmalen Blättern lässt sich die Montpellier-Kratzdistel (Cirsium monspessulanum) sofort erkennen. Da sie Pollen und Nektar produziert, dient sie als wichtige Anlaufstelle für die gebietsfremd Insektenwelt in Sumpfzonen. Besonders im Spätsommer, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, bietet sie eine verlässliche Energiequelle. Wenn du einen Teichrand oder eine feuchte Senke im Garten hast, ist diese Distel eine Bereicherung für dich. Du förderst damit gezielt die regionale Artenvielfalt an wasserreichen Standorten.
Purpurne Eleganz für nasse Füße: Die seltene Spezialistin für dein Sumpfbeet.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
In ihrer Heimat Österreich dient die Montpellier-Kratzdistel als wertvolle Nahrungsquelle für verschiedene Fluginsekten in Feuchtlebensräumen. Bestäuber profitieren von dem Angebot an Nektar und Pollen in den späten Sommermonaten. Durch ihren Wuchs in feuchten Nischen bereichert sie die strukturelle Vielfalt im Garten deutlich. In der kalten Jahreszeit bleiben die vertrockneten Stängel erhalten und fungieren als wichtiger Winterschutz für Kleinstlebewesen. Da die spezifische Datenlage zu einzelnen Bestäuberarten in der Datenbank für diese seltene Art nicht hinterlegt ist, lässt sich ihr Wert vor allem über die allgemeine Förderung der Biodiversität (Artenvielfalt) an wassernahen Standorten beschreiben.
Die Pflanze ist aufgrund ihrer wehrhaften Blattstacheln nicht kindersicher. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, und die Montpellier-Kratzdistel (Cirsium monspessulanum) selbst enthält keine bekannten Giftstoffe für Menschen oder Haustiere.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.018 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Montpellier-Kratzdistel benötigt einen dauerhaft feuchten bis nassen Untergrund.
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz am Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Die Feuchtezahl 8 bedeutet, dass die Pflanze einen feuchten bis nassen Boden ohne Austrocknungsphasen bevorzugt.
Der Boden sollte nährstoffreich sein, wobei sie auch mit schwereren Lehmböden gut zurechtkommt.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst ab September bis zum ersten Frost.
Achte darauf, dass der Wurzelballen beim Einsetzen tief genug in der Erde sitzt.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig, da die verblühten Stängel im Winter Struktur bieten.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten über die kontrollierte Aussaat der reifen Samen im Spätsommer.
Du solltest sie nur pflanzen, wenn der Standort im Sommer nicht vollständig austrocknet.
Eine Düngung ist in naturnahen Gärten bei ausreichend humusreichem Boden nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich in der Blütezeit.
Diese Kombination stabilisiert das ökologische Gefüge an feuchten Standorten.
Die Montpellier-Kratzdistel (Cirsium monspessulanum) ist ein Vertreter der Familie der Korbblütler (Asteraceae). In der Region ist sie in Österreich heimisch, wo sie vor allem in montanen Feuchtwiesen (Wiesen in Gebirgslagen) vorkommt. Du erkennst sie an ihrem horstigen Wuchs (Wuchs in dichten Büscheln) und den für Disteln markant ungeteilten Blättern. Die Blütenköpfe stehen oft einzeln auf langen, fast blattlosen Stielen. Sie ist eine Charakterpflanze für Standorte mit dauerhaft hohem Grundwasserstand.
1 Video zu Cirsium monspessulanum
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →