Bild folgtKI-generierte IllustrationCirsium oleraceum x palustre
Schon von weitem fällt (Cirsium oleraceum x palustre) durch ihre ungewöhnlichen Blütenköpfe auf, die in ihrer Färbung oft zwischen blassem Schwefelgelb und einem schmutzigen Violett variieren. Diese natürliche Kreuzung ist ein wertvoller Bestandteil feuchter Lebensräume und zeigt dir an, wo dein Gartenboden besonders wasserreich ist. Da sie in der freien Natur eher selten vorkommt, holst du dir mit ihr eine echte botanische Besonderheit in die naturnahe Gestaltung. Die Pflanze bietet durch ihren hohen Wuchs und die markanten Samenstände eine wichtige Struktur für die Tierwelt im Winter. Wenn du einen dauerhaft feuchten Bereich hast, ist diese Distel genau die richtige Wahl für dich.
Botanische Rarität für nasse Standorte: Ein strukturstarker Hingucker.
Die ökologische Bedeutung dieser Distel liegt vor allem in ihrem Angebot an Nektar und Pollen während der Sommermonate. Durch ihre späte Blütezeit stellt sie eine wichtige Energiequelle für spät fliegende Insekten dar, wenn viele andere Wiesenpflanzen bereits verblüht sind. Die markanten Samenstände sind im Winter eine wertvolle Nahrungsquelle für Samenfresser unter den Vögeln. Zudem dienen die hohlen Stängel als Überwinterungsquartier für verschiedene Kleintiere. Als Zeigerpflanze für hohe Bodenfeuchtigkeit hilft sie dir zudem, die Standortbedingungen in deinem Garten besser zu verstehen.
Die Pflanze ist aufgrund ihrer disteltypischen, stacheligen Blätter und Stängel als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht ein geringes Verletzungsgefahr durch Piksen bei direktem Hautkontakt. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht bei genauer Betrachtung der Korbblüten nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.88 m
Diese Distel-Hybride benötigt einen Standort, der ihren natürlichen Bedürfnissen an Feuchtigkeit gerecht wird.
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz im Garten.
Boden: Die Erde sollte dauerhaft feucht bis nass sein (Ellenberg-Feuchtezahl 8 bis 9), idealerweise schwerer Lehm- oder Tonboden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die verblühten Stängel unbedingt bis zum Frühjahr stehen.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich meist selbstständig über Samen, sofern der Boden offen und feucht genug ist.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, sollte sie an einem Ort stehen, an dem nicht direkt gespielt wird.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Struktur.
Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine natürliche Hybride aus der Gattung der Kratzdisteln (Cirsium), die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört. Sie tritt dort auf, wo die Verbreitungsgebiete der Kohldistel (Cirsium oleraceum) und der Sumpfdistel (Cirsium palustre) aufeinandertreffen, insbesondere in Österreich. Die Morphologie ist intermediär, das heißt, sie vereint Merkmale beider Elternarten in Wuchsform und Blattbau. Typischerweise besiedelt sie Standorte wie nasse Kohldistelwiesen oder Grabenränder mit Sickerwasserkontakt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →