Bild folgtKI-generierte IllustrationCladophora retroflexa
Auch bekannt als: Cladophora retroflexa
Schon von weitem fällt Cladophora retroflexa durch ihre büscheligen, grünen Fäden auf, die im Wasser sanft mit der Strömung wogen. Da für diese Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Schmetterlingen vorliegen, schätzen wir sie vor allem als natürlichen Bestandteil intakter aquatischer (im Wasser befindlicher) Ökosysteme. In einem naturnahen Gartenteich bietet sie Struktur und Lebensraum für Kleinstlebewesen, die wiederum die Nahrungsgrundlage für größere Tiere bilden. Achte jedoch darauf, dass sie im Garten nicht als kindersicher eingestuft wird.
Spezialisierte Wasserbewohnerin: Ein Stück österreichische Natur für deinen Teich.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für Cladophora retroflexa keine spezifischen Beziehungen zu Insekten wie Wildbienen oder Schmetterlingen vor, da sie ein rein submerser (unter Wasser lebender) Organismus ist. Dennoch hat sie eine Bedeutung für das ökologische Gefüge, indem sie Mikrohabitate (kleinste Lebensräume) für aquatische Wirbellose schafft. Diese winzigen Tiere dienen wiederum als wichtige Nahrungsquelle für Fische und Amphibien. In den Wintermonaten können die verbleibenden Strukturen als Rückzugsort für Kleinstorganismen fungieren. Die Alge trägt durch Photosynthese zur Sauerstoffanreicherung des Teichwassers bei. Vögel, die am Wasser jagen, profitieren indirekt von der dort lebenden Kleintierwelt.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft, weshalb beim Einsatz in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Da sie in Gewässern wächst, besteht ohnehin ein allgemeines Sicherheitsrisiko durch die Wasserstelle selbst. Es liegen keine Hinweise auf eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Landpflanzen vor, dennoch sollten Algen niemals verzehrt werden.
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Da für Cladophora retroflexa keine spezifischen Zeigerwerte nach Ellenberg vorliegen, orientiert sich die Pflege an ihrer Natur als Wasserbewohner. Die Ansiedlung in deinem Teich erfolgt am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange das Wasser noch nicht gefroren ist.
Standort: Du solltest sie in der Flachwasserzone oder in Bereichen mit leichter Wasserbewegung unterbringen.
Boden: Ein steiniger oder kiesiger Untergrund bietet den Fäden Halt zum Anhaften.
Pflege: Da sie Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt, ist keine Düngung erforderlich.
Monitoring: Behalte das Wachstum im Auge, damit sie andere Wasserpflanzen nicht durch zu dichte Matten verdrängt.
Vermehrung: Die Alge vermehrt sich meist vegetativ (durch einfache Teilung der Algenfäden).
Winter: Sie verbleibt im Teich, wobei ein Teil der Masse im Herbst absterben kann.
Kombination: Da keine spezifischen Begleitpflanzen-Daten vorliegen, ist eine Vergesellschaftung mit anderen heimischen Wasserpflanzen der Region sinnvoll.
Ökologischer Nutzen: Solche Algenpolster dienen oft als Versteck für Wasserflöhe oder kleine Krebstiere.
Cladophora retroflexa ist eine fadenförmige Grünalge aus der Ordnung der Cladophorales, die in den Gewässern Österreichs beheimatet ist. Ihr Körper besteht aus verzweigten Zellfäden, die oft dichte, bürstenartige Polster auf festem Untergrund oder freischwimmend bilden. Als Teil des Phytobenthos (am Gewässerboden lebende Algen) spielt sie eine wichtige Rolle bei der Sauerstoffproduktion im Wasser. Die morphologische (äußere Gestalt betreffende) Variabilität macht sie zu einem interessanten Studienobjekt der Limnologie (Binnengewässerkunde).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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