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Cleistogenes serotina
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Auch bekannt als: Cleistogenes serotina
An den im Spätsommer erscheinenden, locker verzweigten Blütenrispen lässt sich das Späte Schlangenhaargras (Cleistogenes serotina) sofort erkennen. Mit seinem horstigen, bogig aufsteigenden Wuchs bringt es Struktur in sonnige Gartenbereiche, wenn viele andere Pflanzen bereits verblühen. Auch wenn keine spezifischen Daten zu spezialisierten Insekten vorliegen, bietet die dichte Halmstruktur wertvollen Lebensraum für bodennah lebende Nützlinge. Wenn du einen extrem trockenen und kalkreichen Standort im Garten hast, kannst du mit diesem Gras einen wertvollen Beitrag zur Vielfalt leisten.
Graziler Überlebenskünstler: Das späte Highlight für trockene Sonnenplätze.
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Nachweise für die Abhängigkeit bestimmter Bestäuber oder Raupen vom Späten Schlangenhaargras vor. In der Gartenökologie übernimmt es jedoch eine wichtige Rolle als Strukturbildner in Trockenbiotopen, wo es Versteckmöglichkeiten für Laufkäfer und Spinnen bietet. Die späte Samenreife sorgt dafür, dass im Spätherbst kleine Samen für Vögel zur Verfügung stehen, die in der ausgeräumten Kulturlandschaft oft knapp werden. Durch den horstartigen Wuchs entstehen zudem geschützte Mikroklimazonen am Boden, die im Winter als Rückzugsort für Insekten dienen. Da es auf Magerstandorte spezialisiert ist, fördert es die pflanzliche Diversität, indem es konkurrenzschwächere Nischen besetzt.
Das Späte Schlangenhaargras wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Blätter und Halme sind recht fest und können bei unvorsichtigem Hantieren oder beim schnellen Hindurchlaufen zu oberflächlichen Schnittverletzungen auf der Haut führen. Eine Giftigkeit ist nicht bekannt, dennoch empfiehlt sich ein Standort im Garten, der nicht unmittelbar an Spielflächen für Kinder angrenzt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,509 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Späte Schlangenhaargras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist innerhalb Mitteleuropas vor allem im Osten Österreichs heimisch. Es besiedelt primär lückige Trockenrasen und sonnige Felshänge auf kalkhaltigem Untergrund. Eine botanische Besonderheit ist die Kleistogamie (Selbstbestäubung in geschlossenen Blüten), wobei sich ein Teil der Blüten oft innerhalb der obersten Blattscheiden entwickelt und gar nicht erst nach außen tritt. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern und bildet keine Ausläufer, sondern bleibt kompakt an ihrem Platz.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / Dataset 516 Czech flora flowering months (via public Request 47350) — CC BY 4.0Data delivery and licence basis: TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15) under current TRY public-trait IP Guidelines. Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904. Attribute original reference: Kaplan, Z. et al. (eds.) (2019). Klíč ke květeně České republiky, 2nd ed., Academia, Praha.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.