Bild folgtKI-generierte IllustrationCoix lacryma-jobi
Auch bekannt als: Juzudama, Hatomugi, Hiobsträne
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Schon von weitem fällt die Hiobsträne (Coix lacryma-jobi) durch ihre harten, glänzenden Samenperlen auf, die wie graue oder weiße Tränen an den Halmen hängen. Als breitblättriges Gras bringt sie eine außergewöhnliche Struktur in deinen Garten und dient als markanter Blickfang im Beet oder am Teichrand. Da die Samen mit über 51 mg recht schwer sind, fallen sie meist direkt zu Boden und bieten dort Nahrung für verschiedene Erdbewohner. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten fehlen, schafft das dichte Laub wertvollen Rückzugsraum für die gebietsfremd Fauna. Wenn du ein robustes Gras mit botanischer Geschichte suchst, ist diese Art eine wunderbare Bereicherung für deine grüne Oase.
Botanische Perlenkunst: Ein robustes Gras mit faszinierenden Steinsamen.
Als Windbestäuber produziert die Hiobsträne keinen Nektar, stellt aber durch ihre schweren Samen (51,33 mg) eine beachtliche energetische Ressource dar. Nach aktuellen Erkenntnissen zur Tierverbreitung werden die harten Perlen vor allem am Boden von Nagern oder größeren Vögeln verschleppt. Das dichte Blattwerk bietet während der Sommermonate Schutz und Schatten für Insekten und kleine Amphibien wie den Grasfrosch (Rana temporaria). Da die Pflanze bei uns meist einjährig wächst, bereichert sie das Nahrungsangebot für bodennah suchende Tiere im Spätherbst. Die schwere Diaspore (Ausbreitungseinheit) sorgt dafür, dass die Pflanze ohne menschliches Zutun nur geringe Distanzen überbrückt.
Die Hiobsträne ist als nicht kindersicher eingestuft. Die harten, glänzenden Samen haben eine starke Anziehungskraft auf Kinder, stellen jedoch aufgrund ihrer Form und Festigkeit eine erhebliche Verschluckungsgefahr dar. Bitte pflanze sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern. Im Falle eines Verschluckens wende dich an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
—
Boden
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Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen und warmen Platz, damit die Samen in unserem Klima ausreifen können.
Der Boden sollte nährstoffreich und vor allem gleichmäßig feucht sein; Trockenheit verträgt sie kaum.
Pflanzzeit: Ab Mitte Mai nach den letzten Nachtfrösten direkt ins Freiland oder als Vorzucht im Haus.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 cm ein, damit sich die breiten Blätter entfalten können.
Eine Gabe von reifem Kompost bei der Pflanzung unterstützt die Vitalität des Grases.
Achte im Sommer auf regelmäßige Wassergaben, besonders an heißen Tagen.
Da sie nicht winterhart ist, müssen die Samen für das Folgejahr im Herbst geerntet werden.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie besiedelt den vorderen, feuchten Bereich und ergänzt das Gras ökologisch perfekt an Teichrändern.
Die Hiobsträne gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eng mit dem Mais verwandt. Ursprünglich in den Tropen beheimatet, wird sie in unseren Breiten meist als einjährige Gartenpflanze kultiviert. Sie wächst als nicht verholztes Gras und bildet auffallend breite Blätter aus. Die botanische Besonderheit ist das Involucrum (eine verhärtete Blattscheide), welche den weiblichen Blütenstand umschließt und während der Reife zu einer steinharten, glatten Perle ausreift. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz findet man sie ausschließlich in Kultur auf warmen, feuchten Standorten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →