Bild folgtKI-generierte IllustrationColeanthus subtilis
Auch bekannt als: Scheidengras
Wer das Scheidenblütgras (Coleanthus subtilis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die Pflanze verrät sich durch ihre winzigen, am Boden liegenden Halme und die auffällig bauchigen Blattscheiden. Dieses seltene Gras ist ein wahrer Überlebenskünstler auf schlammigen Böden und steht bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V). In deinem Garten ist es besonders wertvoll für den Erhalt spezialisierter Pflanzengesellschaften an Teichufern. Es zeigt, dass du auch den kleinen, unscheinbaren Bewohnern unserer Heimat eine Chance gibst. Mit diesem Gast schaffst du ein echtes Refugium für seltene Arten und machst in Sachen Naturschutz alles richtig.
Seltener Gast am Teichufer: Schütze mit diesem Gras unsere heimische Natur.
Das Scheidenblütgras (Coleanthus subtilis) ist ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt und steht auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste. Als Bewohner spezialisierter Nischen auf Schlammböden ist es in Deutschland und Österreich selten geworden. Es geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die den Nährstoffkreislauf an feuchten Stellen unterstützt. Während der Blütezeit von Mai bis Oktober trägt es zur strukturellen Diversität am Teichufer bei. Da keine spezifischen Daten zu Insektenbesuchen vorliegen, konzentriert sich seine ökologische Bedeutung auf den Erhalt dieser gefährdeten Pflanzengesellschaft.
Die Pflanze ist nach den vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, sie an Stellen im Garten zu pflanzen, die nicht als primärer Spielbereich für kleine Kinder genutzt werden. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzenarten ist aufgrund des sehr charakteristischen, niedrigen Wuchses und der auffällig aufgeblasenen Blattscheiden nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.03 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in der Uferzone deines Gartenteichs.
Feuchte: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, vergleichbar mit einer Schlammfläche, die nie ganz austrocknet.
Boden: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt es einen mageren Untergrund ohne Düngung.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Entferne regelmäßig wüchsige Nachbarn, damit das kleine Gras nicht unterdrückt wird.
Vermehrung: An zusagenden Stellen sät sich die Pflanze durch ihre Samen oft von selbst wieder aus.
Winteraspekt: Da es einjährig oder kurzlebig ist, sind die Samen im Boden entscheidend für den Bestand im Folgejahr.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica). Beide Arten sind heimisch, teilen die Vorliebe für sonnige, feuchte Standorte am Wasser und ergänzen sich hervorragend in ihrer Wuchsform.
Das Scheidenblütgras (Coleanthus subtilis) gehört zur Ordnung der Süßgrasartigen und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein Status wird als indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) klassifiziert. Es besiedelt als Pionierart bevorzugt schlammige, zeitweise trockenfallende Uferbereiche. Charakteristisch ist der sehr niedrige Wuchs und die namensgebenden, bauchig erweiterten Blattscheiden, die die Blütenstände umschließen. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die der Pflanze auf mageren Standorten hilft.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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