Bild folgtKI-generierte IllustrationConistra rubiginea
Auch bekannt als: Rost-Wintereule
Mit ihrer rostbraunen Färbung und der mittleren Körpergröße fällt Conistra rubiginea sofort auf. Du begegnest diesem Nachtfalter oft schon im zeitigen März, da er als erwachsenes Tier (Adult) den Winter übersteht. Er bringt nur eine Generation pro Jahr hervor, wobei die Weibchen ihre Eier im Frühjahr an verschiedenen Laubbäumen ablegen. Die Raupen leben polyphag (vielseitig in der Nahrungswahl) und fressen an den Blättern heimischer Gehölze wie der Stieleiche (Quercus robur) oder der Sal-Weide (Salix caprea). Im Frühling findest du die hungrigen Falter oft an den blühenden Kätzchen der Weiden oder an austretenden Baumsäften. Im Herbst hingegen dienen Beeren oder der Nektar des Gemeinen Efeus (Hedera helix) als wichtige Energiequelle vor der Ruhephase. Den Winter verbringen die Tiere in einer Kältestarre (Zustand reduzierter Stoffwechselaktivität) an geschützten Orten wie dichten Hecken oder in Holzstapeln. Du kannst die Art fördern, indem du Altholz im Garten belässt und auf eine frühe Blütentracht achtest. Ein naturnaher Garten mit heimischen Sträuchern bietet diesem rund 0,038 Gramm leichten Überlebenskünstler alles, was er braucht. Achte darauf, im Spätherbst nicht alle hohlen Stängel oder Laubschichten zu entfernen.
Dieses Tier ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder stechen noch beißen kann. Da er als erwachsener Falter überwintert, solltest du ihn bei Funden in Holzstapeln oder Schuppen zwischen November und Februar keinesfalls stören oder nach draußen in den Frost setzen.
Conistra rubiginea gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) und ist eine in Mitteleuropa heimische Schmetterlingsart. In der Schweiz ist sie mit über 1.400 Nachweisen gut dokumentiert und besetzt dort mittlere Temperaturnischen (gemäßigte Standorte). Als dämmerungs- und nachtaktives Tier ist sie vor allem durch ihre Anpassung an kühle Temperaturen bekannt, was ihr eine Aktivität vom März bis in den Oktober ermöglicht. Das Tier ist polyphag (an vielen Pflanzenarten lebend) und nutzt ein breites Spektrum an Futterpflanzen, was es zu einem anpassungsfähigen Bewohner von Waldrändern macht.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
adult
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →