Bild folgtKI-generierte IllustrationConvolvulus sabatius
Auch bekannt als: Blaue Mauritius, Kriechende Winde
Schon von weitem fällt die Blaue Maurische Winde (Convolvulus sabatius) durch ihre unzähligen himmelblauen Trichterblüten auf. Diese niedrig wachsende Art bildet dichte Teppiche und ist perfekt geeignet, um kahle Stellen an sonnigen Böschungen zu füllen. In deinem Naturgarten ist sie besonders wertvoll für trockenwarme Standorte, an denen andere Pflanzen kaum überleben. Du kannst mit ihr wunderbar Mauerkronen begrünen und so lebendige Strukturen schaffen. Schau im Sommer genau hin, wie die Blüten bei Sonnenschein ihre volle Pracht entfalten.
Himmelblaue Blütenkissen für deine sonnigsten Trockenmauern
Als Spezialistin für Xerothermstandorte (trockene, warme Standorte) besetzt die Blaue Maurische Winde eine wichtige ökologische Nische. Ihre weiten Trichter bieten verschiedenen Insektengruppen einen barrierefreien Zugang zu Nektar und Pollen in der heißen Mittagszeit. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet dient sie als Bodenfestiger an instabilen Hängen und schützt so den Kleinstlebensraum für Wirbellose (Tiere ohne Rückgrat). Auch wenn für diese Art derzeit keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist sie ein fester Bestandteil trockenheitsliebender Pflanzengesellschaften. Durch ihren dichten Wuchs schafft sie zudem ein kühleres Mikroklima direkt am Boden, was für nützliche Bodenorganismen bei Hitze lebenswichtig ist.
Die Blaue Maurische Winde ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte nicht verzehrt werden. Wie viele Vertreter ihrer Familie enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Einnahme Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit der heimischen Ackerwinde (Convolvulus arvensis), die jedoch meist weiß-rosa blüht und einen deutlich stärkeren Drang zum Wuchern zeigt.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Aug – Okt
Wähle für diese Winde den sonnigsten und wärmsten Platz in deinem Garten aus. Sie bevorzugt einen trockenen, kalkhaltigen Boden mit sehr guter Drainage (Wasserabfluss), um Staunässe (stehendes Wasser) zu vermeiden.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Boden: Mager und durchlässig, gerne mit Schotter oder Sand angereichert.
Gießen: Nur in langen Hitzeperioden mäßig wässern, sie verträgt Trockenheit sehr gut.
Rückschnitt: Ein leichter Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert oft einen zweiten Flor.
Überwinterung: Da sie nur bedingt frosthart ist, solltest du sie in rauen Lagen mit Tannenreisig schützen.
Vermehrung: Über Stecklinge (Triebabschnitte) im Frühsommer möglich.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys). Beide Arten teilen die Vorliebe für xerotherme (trockenwarme) Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend an Trockenmauern (Mauern ohne Mörtel).
Die Blaue Maurische Winde gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). In unserer Region ist sie laut Datenbasis in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt felsige, sonnenexponierte (der Sonne ausgesetzte) Standorte. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze mit niederliegenden bis aufsteigenden Trieben und graugrünen, behaarten Blättern. Die Blüten sind radiärsymmetrisch (strahlenförmig) aufgebaut und schließen sich bei Bewölkung oder Dunkelheit.
1 Video zu Kriechende Winde

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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