Bild folgtKI-generierte IllustrationConvolvulus tricolor
Auch bekannt als: Dreifarbige Winde
An ihren auffälligen Trichterblüten, die in der Mitte gelb, dann weiß und am Rand leuchtend blau gefärbt sind, lässt sich die Dreifarbige Winde (Convolvulus tricolor) sofort erkennen. Auch wenn sie nach nur einem Sommer vergeht, sorgt ihre eifrige Selbstaussaat oft für eine Rückkehr im nächsten Jahr. Du kannst sie wunderbar nutzen, um lichte Stellen im Beet ökologisch aufzuwerten. Als Gärtner hast du mit ihr eine unkomplizierte Begleiterin, die durch ihre lange Blühdauer besticht und Struktur in magere Gartenbereiche bringt.
Blau-weiß-gelber Leuchtturm: Die heimische Winde für sonnige Magerbeete.
Da für die Dreifarbige Winde (Convolvulus tricolor) aktuell keine spezifischen Beziehungsdaten vorliegen, betrachten wir ihre Rolle als einjährige Pionierpflanze (Art, die Erstbesiedlung offener Böden übernimmt). Nach aktuellen Beobachtungen wird sie aufgrund ihrer weiten Blütenöffnung von verschiedenen Bestäubern besucht, die Nektar in der Tiefe des Trichters suchen. Durch die Produktion zahlreicher Samen trägt sie zur natürlichen Dynamik im Garten bei, da diese im Winter als Nahrung für Vögel dienen können. In einem naturnahen Garten fördert sie die Vielfalt, indem sie sonnige Lücken schnell und attraktiv schließt. Sie stabilisiert so das kleinteilige Ökosystem in mageren Beeten und erhöht das Nahrungsangebot in der warmen Jahreszeit.
Die Dreifarbige Winde (Convolvulus tricolor) ist laut den vorliegenden Gartendaten nicht kindersicher. In der Fachliteratur wird sie oft als schwach giftig eingestuft, was besonders für Familien mit kleinen Kindern oder Haustieren wichtig zu wissen ist. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht bei genauer Betrachtung der dreifarbigen Blüte kaum. Dennoch empfiehlt es sich, die Pflanze nicht in die direkte Reichweite von Kleinkindern zu setzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jul
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Die Dreifarbige Winde benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort, damit sich ihre Blüten täglich weit öffnen können.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; Staunässe (Ansammlung von Wasser im Boden) verträgt sie gar nicht.
Die ideale Pflanzzeit durch Aussaat liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden offen ist und sich erwärmt.
Da sie einjährig (Pflanze vollendet ihren Lebenszyklus innerhalb eines Sommers) wächst, ist eine Herbstpflanzung für die Pflanze selbst nicht zielführend.
Gießen solltest du nur bei langanhaltender Trockenheit, da sie gut mit Wassermangel zurechtkommt.
Ein Rückschnitt während der Saison ist nicht nötig, da sie kontinuierlich neue Knospen bildet.
Zur Vermehrung kannst du im Spätsommer die braunen Kapseln absammeln und die Samen trocken lagern.
Sie kommt hervorragend ohne Dünger aus, was sie perfekt für naturnahe Magerbeete macht.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) – beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem Angebot für die heimische Tierwelt.
Die Dreifarbige Winde (Convolvulus tricolor) ist ein Vertreter der Windengewächse (Convolvulaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). In unserer Region ist sie als heimisch in Österreich gelistet, wo sie bevorzugt warme, offene Lebensräume besiedelt. Charakteristisch ist ihr eher niedriger, buschiger Wuchs von etwa 20 bis 40 Zentimetern Höhe. Die schmalen, wechselständigen Blätter und die typische Trichterform der Blüten machen sie auch für Laien im Feld oder Garten leicht bestimmbar.
1 Video zu Dreifarbige Winde

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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