Bild folgtKI-generierte IllustrationCordulegaster heros Theischinger, 1979
Auch bekannt als: Große Quelljungfer
Mit einer beachtlichen Körpergröße und einer markanten schwarz-gelben Ringelung am Hinterleib gehört die Balkan-Quelljungfer (Cordulegaster heros) zu den imposantesten Erscheinungen an Deinem Gartenbach. Du erkennst sie zudem an ihren großen, leuchtend grünen Augen, die sich an der Kopfmitte nur an einem Punkt berühren. Als Bewohnerin kühler, schattiger Waldgewässer stellt sie hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Die Larven dieser Art führen ein verborgenes Leben und graben sich über mehrere Jahre hinweg in das feine Sediment am Gewässergrund ein. Diese Larvalphase im Wasser ist der längste Teil ihres Lebens, bevor sie zur Verwandlung bereit sind. Zum Schlüpfen klettern sie an Halmen aus dem Wasser, wo die Libelle ihre alte Hülle sprengt. Die zurückbleibende, leere Larvenhaut wird in der Fachsprache als Exuvie bezeichnet. In der Luft ist das erwachsene Tier ein meisterhafter Flieger und verfolgt seine Beute in rasantem Flug. Sie übernimmt eine wichtige ökologische Rolle als Prädator (Räuber), indem sie andere fliegende Insekten direkt im Flug erbeutet. Wenn Du einen Bachlauf im Garten hast, kannst Du sie schützen, indem Du das Wasser sauber hältst und die Uferbereiche nicht vollständig mähst. Da keine spezialisierten Pflanzenbeziehungen bekannt sind, ernährt sie sich rein räuberisch von anderen Kleintieren.
Mehrjährige Larvenentwicklung im Gewässerschlamm
Nach Abschluss der Entwicklung klettern die Larven im Frühsommer zur Metamorphose (Umwandlung zum Fluginsekt) aus dem Wasser
Die Flugzeit der Erwachsenen und die Eiablage in den Gewässerboden konzentrieren sich auf die Sommermonate.
Die Balkan-Quelljungfer ist für den Menschen absolut harmlos, da sie weder stechen noch beissen kann. Sie ist gesetzlich streng geschützt und gilt in der ökologischen Gartenkultur als wertvoller Nützling, der zur natürlichen Insektenkontrolle beiträgt.
Die Balkan-Quelljungfer gehört zur Familie der Quelljungfern (Cordulegastridae) und wird innerhalb der Gattung Cordulegaster geführt. Ihr Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei sie bevorzugt an quellnahen Fließgewässern siedelt. Mit einer Körperlänge von bis zu neun Zentimetern ist sie eine der größten heimischen Libellenarten. Die Fortpflanzung ist an saubere, sauerstoffreiche Bachläufe gebunden, in denen die mehrjährige Larvenentwicklung stattfindet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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