Bild folgtKI-generierte IllustrationCoreopsis tinctoria
Auch bekannt als: Coreopsis tinctoria
Wer die Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Auffällig sind die strahlend gelben Zungenblüten, die zum Zentrum hin eine charakteristische, tief dunkelrote bis rotbraune Färbung aufweisen. Diese Pflanze ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie als Korbblütler (Pflanzenfamilie mit scheibenförmigen Blütenständen) ihre Nahrungsvorräte sehr offen präsentiert. So finden verschiedenste Fluginsekten auch bei hohen Temperaturen leicht Zugang zu Nektar und Pollen. Du kannst mit ihr ohne großen Aufwand leuchtende Akzente setzen und gleichzeitig die biologische Vielfalt fördern.
Leuchtendes Farbspiel für sonnige Beete und wertvolle Winterreserve für Vögel.
Die Färber-Mädchenauge dient als wichtige Tankstelle im Hochsommer. Da sie ihre Blütenstände über viele Wochen hinweg öffnet, bietet sie ein kontinuierliches Nahrungsangebot, wenn andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Als Korbblütler ermöglicht sie es Insekten mit kurzen Saugrüsseln, problemlos an den Nektar zu gelangen. Im Spätherbst und Winter wandelt sich ihr Nutzen: Die ausgereiften Samen sind eine kalorienreiche Nahrungsquelle für heimische Singvögel, die in den verbliebenen Fruchtständen nach Futter suchen. Indem du die Pflanze über den Winter stehen lässt, unterstützt du die lokale Fauna in der nahrungsarmen Zeit.
Bitte beachte, dass die Färber-Mädchenauge als nicht kindersicher eingestuft wird. Der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen (Kontaktallergien) hervorrufen. Es empfiehlt sich daher, beim Rückschnitt oder beim Hantieren mit der Pflanze Gartenhandschuhe zu tragen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Nov
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze eine hohe Lichtzahl (Helligkeitsbedürfnis) aufweist.
Boden: Ein durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden ist ideal; Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai direkt aussäen oder Jungpflanzen setzen. Auch eine Herbstpflanzung bis November ist bei offenem Boden möglich.
Wasserbedarf: In der Anwachsphase regelmäßig gießen, danach kommt sie mit mäßiger Feuchtigkeit gut zurecht.
Pflege: Das Entfernen verblühter Köpfe verlängert die Blütezeit bis in den Herbst hinein.
Vermehrung: Sie versamt sich an zusagenden Stellen oft selbst, ohne dabei lästig zu werden.
Winter: Die vertrockneten Stängel solltest du erst im Frühjahr zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Boden und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Beet.
Die Färber-Mädchenauge gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). In unserer Region ist sie laut Datenbestand in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt offene, sonnige Standorte. Die einjährige bis zweijährige Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter und zeichnet sich durch ihre fein gefiederten (mehrfach unterteilten) Blätter aus. Ihre Blüten bestehen aus einem äußeren Kranz von Zungenblüten und inneren Röhrenblüten, was typisch für diese Pflanzengruppe ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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