Bild folgtKI-generierte IllustrationCorylopsis gotoana
Auch bekannt als: Corylopsis gotoana
Schon von weitem faellt die Goto-Scheinhassel (Corylopsis gotoana) durch ihre hängenden, hellgelben Glockenblüten auf, die oft noch vor den ersten Blättern im Vorfrühling erscheinen. Diese frühe Blütezeit macht sie zu einer wertvollen Anlaufstelle für Insekten, die an milden Tagen im Februar bereits nach Nahrung suchen. Da sie zu einer Zeit blüht, in der das restliche Angebot in der Natur noch sehr begrenzt ist, stellt sie eine wichtige Brücke für das Überleben früher Flieger dar. Du findest in ihr einen Strauch, der Struktur und Farbe in die noch kahle Gartenlandschaft bringt. Schau im Vorbeigehen mal genau hin, ob du bereits die ersten hungrigen Hummeln an den Blüten entdeckst.
Früher Lichtblick im Garten: Hellgelbe Glockenblüten für hungrige Hummelköniginnen.
Nach aktuellen Beobachtungen zur Blühphänologie (dem zeitlichen Ablauf der Entwicklung) dient die Pflanze als wichtige frühe Nektarquelle. Da die Blüte oft schon im Februar beginnt, profitieren besonders früh fliegende Bestäuber wie die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) oder die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) von diesem Angebot. In dieser kritischen Phase nach dem Winter finden Insekten oft kaum andere Energiequellen. Das dichte Blattwerk bietet im Sommer zudem einen geschützten Rückzugsort für Kleintiere im Garten.
Achte darauf, dass die Goto-Scheinhassel (Corylopsis gotoana) als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn die Pflanze optisch Ähnlichkeiten mit der ungiftigen Haselnuss aufweist, sollten keine Pflanzenteile verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Sträuchern besteht aufgrund der markanten hängenden Blütenstände im zeitigen Frühjahr jedoch kaum.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wähle für deine Scheinhassel einen windgeschützten Platz im Halbschatten (Bereiche mit wenig direkter Mittagssonne).
Sie bevorzugt lockeren, humosen Boden (Erde mit einem hohen Anteil an zersetztem organischem Material).
Der Boden sollte eher sauer bis neutral sein und nicht zu stark alkalisch (kalkhaltig).
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen (frostfrei) ist.
Da der Strauch recht langsam wächst, ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht erforderlich.
In trockenen Sommern solltest du zusätzlich wässern, um die Knospenbildung für das nächste Jahr zu unterstützen.
Eine Vermehrung ist über Stecklinge (Abschnitte von jungen Zweigen) im Sommer möglich.
Gute Partnerin: Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) – beide teilen ähnliche Standortansprüche im Halbschatten und das Leberblümchen nutzt als heimische Art den Lichtraum am Boden, bevor der Strauch sein dichtes Laubdach schließt.
Die Goto-Scheinhassel (Corylopsis gotoana) gehört zur Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Laut Datenlage ist sie in Österreich anzutreffen, wo sie bevorzugt an Gehölzrändern wächst. Sie bildet einen mehrstämmigen Strauch mit einer charakteristischen, fast schirmartigen Krone. Die Blätter ähneln in ihrer Form denen der Haselnuss (Corylus avellana), was ihr auch den deutschen Namen eingebracht hat.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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