Bild folgtKI-generierte IllustrationCotoneaster integerrimus
Auch bekannt als: Gewöhnliche Steinmispel, Felsen-Zwergmispel, cotonéaster sauvage
An ihren kleinen, eiförmigen Blättern, die oberseits glänzen und unterseits grau-filzig behaart sind, lässt sich die Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen invasiven Verwandten ist dieser Strauch ein echter Ureinwohner unserer Landschaft und kommt bestens mit extremen Trockenphasen zurecht. Da die Art auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste geführt wird, leistest du mit ihrer Pflanzung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität. Sie besetzt wertvolle ökologische Nischen an Standorten, die für die meisten Gartenpflanzen zu karg sind. Wenn du eine robuste und pflegeleichte Pflanze suchst, die auch ohne Gießen auskommt, solltest du ihr einen Platz in deinem Garten geben.
Heimische Rarität: Die robuste Rote-Liste-Art für sonnige Trockenstandorte.
Als indigene Art spielt die Gewöhnliche Zwergmispel eine wichtige Rolle im Netzwerk unserer heimischen Natur. Ihre Bedeutung wird durch die Einstufung in die Vorwarnliste (V) der Roten Liste unterstrichen, da ihre natürlichen Lebensräume zunehmend verschwinden. Sie bietet Struktur und Beständigkeit an kargen Standorten, an denen nur wenige andere Gehölze überleben können. Durch ihre Anpassung an magere Verhältnisse (Schwachzehrer) fördert sie die Stabilität von Trockenbiotopen im Garten. Indem du diese Pflanze kultivierst, trägst du zur Sicherung genetischer Ressourcen bei, die für unsere regionale Flora typisch sind. Sie ist ein wertvoller Baustein für einen Garten, der ohne künstliche Bewässerung und Düngung auskommt.
Die Gewöhnliche Zwergmispel ist als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zu den Rosengewächsen gehört, können ihre Pflanzenteile bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen. Achte daher besonders in Gärten mit kleinen Kindern auf eine Platzierung außerhalb der direkten Spielbereiche.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.08 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, um dem hohen Lichtbedarf der Pflanze gerecht zu werden.
Der Boden muss trocken und mager sein, da die Art ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
In normaler Gartenerde solltest du Sand oder Kies beimischen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, Staunässe (Wasserstau im Boden) unbedingt zu vermeiden, da dies die Wurzeln schädigt.
Zusätzliche Düngergaben sind nicht notwendig und beeinträchtigen eher die Standfestigkeit.
Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wachstums nur selten erforderlich.
Die Vermehrung kann durch Stecklinge im Sommer erfolgen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist eine ideale Begleiterin, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Trockenheit und magere Böden teilen und gemeinsam einen stabilen Lebensraum für spezialisierte Arten bilden.
Die Gewöhnliche Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sie wächst als sommergrüner, oft sparrig verzweigter Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern. Ihr natürliches Vorkommen liegt in sonnigen Felshängen und lichten Gebüschen auf kalkhaltigen Böden. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder seit Urzeiten hier heimisch ist) ist sie perfekt an unser Klima angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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