Bild folgtKI-generierte IllustrationCotoneaster tomentosus
Auch bekannt als: Filz-Steinmispel
Du erkennst die Filz-Zwergmispel an ihren unterseits dicht graufilzig behaarten Blättern und den ebenso samtigen jungen Zweigen. Dieser aufrechte Strauch ist ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Flora und steht bereits auf der Vorwarnliste (V) der gefährdeten Arten. Durch die Blütezeit im April und Mai biestest du in einer kritischen Phase im Frühjahr wertvolle Nahrung an. Da die Pflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist, passt sie perfekt in deinen regionalen Naturgarten. Wenn du einen sonnigen Platz mit eher kargem Boden hast, kannst du mit diesem Gehölz aktiv zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen.
Bedrohte Wildpflanze: Die heimische Zwergmispel für sonnige Kalkstandorte.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Filz-Zwergmispel aufgrund ihres Status auf der Vorwarnliste (V) eine ökologisch bedeutsame Art für den regionalen Biotopverbund. Ihre Blütezeit im April und Mai schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühjahrs. Da sie in der Region indigen (ursprünglich heimisch) ist, ist sie perfekt an die lokalen Umweltbedingungen angepasst. Die im Spätsommer reifenden roten Früchte dienen zudem als wichtige Nahrungsquelle für die heimische Vogelwelt während der Herbst- und Wintermonate.
Die Filz-Zwergmispel ist nicht kindersicher. Die enthaltenen Inhaltsstoffe in den roten Beeren können bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen, weshalb bei Haushalten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Standort: Bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Plätze; sie ist sehr wärmeliebend.
Boden: Der Boden sollte durchlässig, eher trocken und kalkhaltig sein; Staunässe verträgt sie nicht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Der Strauch ist äußerst genügsam und benötigt nach dem Anwachsen keine zusätzliche Bewässerung oder Düngung.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses kaum nötig und sollte nur bei Bedarf im Spätwinter erfolgen.
Vermehrung: Im Garten gelingt dies am ehesten über Stecklinge im Sommer.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Blutrote Storchschnabel (*Geranium sanguineum*). Beide Arten schätzen trockene, kalkreiche Standorte und ergänzen sich optisch durch den Kontrast zwischen dem dunklen Laub des Strauchs und den leuchtenden Blüten der Staude.
Die Filz-Zwergmispel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Sie ist als indigene Art in den Gebirgslagen und trockenwarmen Wäldern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beheimatet. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre eiförmigen Blätter und die zunächst behaarten, später glatten roten Kernfrüchte aus. Ihr natürlicher Lebensraum sind oft kalkhaltige Standorte in sonnigen Hanglagen oder lichten Gebüschen.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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