Bild folgtKI-generierte IllustrationCraniophora ligustri
Auch bekannt als: Liguster-Rindeneule, Ligustereule
An ihrer rindenartigen, moosgruen bis grau marmorierten Zeichnung laesst sich die Ligustereule (Craniophora ligustri) sofort erkennen. Der mittelgrosse Falter mit einer Fluegelspannweite von etwa 30 bis 38 Millimetern bildet pro Jahr meist zwei Generationen aus. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an die Blattunterseiten der Futterpflanzen ab. Im Fruehling besuchen die adulten Tiere gern bluehende Straeucher wie die Sal-Weide (Salix caprea), waehrend sie im Sommer an der Wald-Witwenblume (Knautia arvensis) oder dem Gewoehnlichen Natternkopf (Echium vulgare) Nektar saugen. Die Raupen sind polyphag (vielseitig in der Nahrungswahl) und fressen bevorzugt am Gewoehnlichen Liguster (Ligustrum vulgare) sowie an der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior). Nach der Fressphase verpuppt sich das Tier in einem festen Gespinst am Stammgrund oder in der Erde. Das Tier ueberwintert als Puppe (Ruhestadium zwischen Raupe und Falter) in diesem Kokon unter Laub oder Moos. Du kannst diesen Nuetzling foerdern, indem du heimische Ligusterhecken anstelle von Thuja-Zaeunen pflanzt. Verzichte zudem auf das penible Aufraeumen von Falllaub unter Gehoelzen, damit die Puppen ungestoert ruhen koennen. So hilfst du diesem nützlichen Nachtfalter, dessen Koerpermasse nur etwa 0,04 Gramm betraegt, sicher durch das Jahr.
Die Ligustereule ist fuer den Menschen voellig harmlos; sie sticht nicht und besitzt keine Gifte. Da die Bestaende regional zurueckgehen, ist sie ein gern gesehener Gast, den man am besten durch das Belassen von Naturmaterialien im Garten schuetzt. Ein vorsichtiger Umgang mit Puppen im Boden ist ratsam.
Die Ligustereule gehoert zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch und bevorzugt warme Standorte wie Waldraender oder naturnahe Gaerten. Man erkennt sie an der charakteristischen 'Kroenchen-Zeichnung' am Kopfansatz, die ihr auch den wissenschaftlichen Namen gab. Als nachtaktive Art ist sie ein wichtiger Bestandteil des oekologischen Netzwerks und dient unter anderem Fledermaeusen als Nahrungsquelle.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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