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Crassula tillaea
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Auch bekannt als: Crassule Mousse
Wer das Moos-Dickblatt (Crassula tillaea) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren winzigen, oft rötlich überlaufenen Blattschuppen wirkt sie wie ein kleiner Teppich aus Fleischblättern. Als Art der Roten Liste 2 (stark gefährdet) ist sie eine echte Besonderheit für deinen Garten, die auf offene, unbewachsene Stellen angewiesen ist. Auch wenn für diese winzige Pflanze keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, förderst du mit ihrem Erhalt die Biodiversität auf Kleinstraum. Du schaffst damit Lebensraum für spezialisierte Bodenbewohner in Bereichen, die sonst oft vernachlässigt werden. Trau dich ruhig an diese seltene Pionierpflanze (Erstbesiedlerin freier Flächen) heran und gib ihr einen Platz an deinem Gartenweg.
Rote-Liste-Rarität: Winziger Bodenschatz für sonnige Gartenwege.
Aufgrund ihres Status auf der Roten Liste 2 ist das Moos-Dickblatt ein wertvoller Baustein für den Artenschutz in der Region. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten für Insekten wie Wildbienen oder Schmetterlinge vorliegen, liegt ihr Hauptwert in der strukturellen Vielfalt. Sie besiedelt Nischen wie Fugen oder Wegränder, die für die Bodenfauna als Versteck dienen. Durch die Förderung dieser gefährdeten Pflanze sicherst du das Überleben einer Art, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Platz findet. Sie ist ein Beispiel dafür, dass auch kleinste Pflanzen einen wichtigen Beitrag zur heimischen Flora leisten.
Das Moos-Dickblatt wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Es besteht jedoch keine akute Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten in ihrem typischen Lebensraum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,025 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Moos-Dickblatt (Crassula tillaea) gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist ein typischer Vertreter der Steinbrechartigen (Saxifragales). Die Pflanze ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, gilt jedoch als stark gefährdet. Ihr natürlicher Lebensraum sind lückige Trittrasen und sandige Offenflächen, wo sie als Archäophyt (vor 1492 eingeführte Art) oder indigene Art auftritt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren extrem niedrigen Wuchs und die fast stiellosen Blüten aus, die direkt in den Blattachseln sitzen.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.