Bild folgtKI-generierte IllustrationCrataegus laevigata × lindmanii
Typisch für diesen Weißdorn (Crataegus laevigata × lindmanii) sind seine kräftigen Dornen an den Zweigen und die tief eingeschnittenen, dunkelgrünen Blätter. Dieser Strauch ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da er als Hybride (Kreuzung) zweier heimischer Arten eine wichtige Nische in der regionalen Flora besetzt. Von dem dichten Astwerk profitiert beispielsweise die Amsel (Turdus merula) als geschützten Brutplatz, während der Segelfalter (Iphiclides podalirius) das Laub als Raupennahrung schätzt. Wenn du eine robuste Wildhecke pflanzen möchtest, die über Jahrzehnte Bestand hat und Tieren Schutz bietet, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Dornige Festung und wertvolles Winter-Büfett für unsere heimischen Singvögel.
Durch den dichten, dornigen Wuchs bietet dieser Weißdorn einen hervorragenden Schutzraum für kleine Singvögel wie das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) vor Fressfeinden. Die im Mai erscheinenden weißen Blüten werden von zahlreichen Schwebfliegen und Wildbienen angeflogen, die hier eine reiche Pollenquelle finden. Für die Raupen des Segelfalters (Iphiclides podalirius) stellt das Laub eine unverzichtbare Futtergrundlage dar. Im Winter dienen die lange haftenden Früchte als lebenswichtige Energiequelle für Vögel, wenn andere Beeren bereits verzehrt sind. Als heimisches Gehölz ist er perfekt in den lokalen Naturhaushalt integriert.
Dieser Weißdorn ist nicht kindersicher, da seine langen, spitzen Dornen ein erhebliches Verletzungsrisiko für spielende Kinder darstellen. Die Pflanze selbst ist ungiftig und ihre Früchte sind theoretisch essbar, schmecken jedoch eher mehlig und wenig aromatisch. Achte darauf, den Strauch nicht direkt an schmalen Gartenpfaden zu platzieren, um Kratzer im Vorbeigehen zu vermeiden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.28 m
Suche einen sonnigen bis halbschattigen Standort aus, damit der Strauch reichlich Blüten und Früchte bildet.
Die Pflanze bevorzugt frische Böden, was bedeutet, dass die Erde eine gleichmäßige Feuchtigkeit aufweisen sollte und nicht völlig austrocknen darf.
Setze den Weißdorn entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November in den Boden.
Grabe das Pflanzloch doppelt so groß wie den Wurzelballen und lockere die Sohle gut auf, um Staunässe zu vermeiden.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter sehr gut möglich, falls der Strauch für deinen Garten zu groß wird.
Da die Pflanze dornig ist, solltest du bei der Pflege immer feste Handschuhe tragen.
Mulche den Boden im ersten Standjahr, um die Feuchtigkeit im Erdreich zu halten.
Die Vermehrung ist über Steckhölzer im späten Herbst möglich, erfordert jedoch etwas Geduld beim Anwurzeln.
Gute Partnerin: Die Hundsrose (Rosa canina) – beide Arten bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Wildhecke und teilen die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte.
Dieser Weißdorn ist eine natürliche Kreuzung aus dem Zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata) und Lindmans Weißdorn (Crataegus lindmanii) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er besiedelt vorwiegend Waldränder und Heckenlandschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf eher nährstoffreichen Böden. Ein auffälliges Merkmal sind die dornbewehrten Triebe und die kleinen, roten Apfelfrüchte, die im Inneren meist zwei Steinkerne enthalten, was ihn von dem oft ein-kernigen Eingriffeligen Weißdorn unterscheidet.
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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