
Crataegus monogyna x rhipidophylla
Wer diesen Weißdorn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er fällt sofort durch seine tief gelappten Blätter und die wehrhaften Dornen an den Zweigen auf. Für deinen Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er durch seinen dichten Wuchs einen idealen, geschützten Rückzugsort für Vögel bietet. Da er nicht kindersicher ist, solltest du ihn eher in Randbereiche oder als Schutzhecke pflanzen. Mit diesem Gehölz holst du dir einen langlebigen und pflegeleichten Bewohner in den Garten, der sich perfekt in die regionale Flora integriert.
Wehrhafter Vogelschutz und robustes Naturdenkmal für deinen Gartenrand.
Dieser Weißdorn erfüllt eine wichtige Funktion als Strukturgeber im Garten. Durch seine dichten Dornen bietet er Singvögeln sichere Nistplätze, die vor Fressfeinden geschützt sind. Im Winter dienen die langanhaltenden Früchte als wertvolle Energiequelle für Standvögel. Als heimisches Gehölz ist er ein fester Bestandteil der regionalen Nahrungskette und bietet Lebensraum für zahlreiche Arten, die auf dichte Strauchschichten angewiesen sind. Seine Blüte im Frühjahr stellt eine wichtige Ressource in der Landschaft dar und fördert die allgemeine Biodiversität (Artenvielfalt) in deiner direkten Umgebung.
Dieser Weißdorn ist aufgrund seiner kräftigen Dornen nicht kindersicher und sollte nicht direkt an Spielflächen gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht bei uns aufgrund der markanten Blattform und der Bewehrung kaum. Die Pflanze selbst wird als ungiftig eingestuft.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.26 m
Wähle für diesen Weißdorn einen Standort in der vollen Sonne oder im Halbschatten. Er ist sehr anpassungsfähig und kommt mit fast jeder normalen Gartenerde zurecht, sofern keine Staunässe (Wasserstau im Boden) vorliegt. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen und frostfrei ist. In der Anwachsphase solltest du ihn bei Trockenheit regelmäßig gießen, später ist er sehr trockenheitsresistent. Ein Rückschnitt wird gut vertragen, ist aber bei Einzelstellung nicht zwingend notwendig. Die Vermehrung kann über Stecklinge (abgeschnittene Triebstücke) im Spätsommer erfolgen.
Gute Partnerin: Die Hundsrose (Rosa canina) – beide teilen ähnliche Standortansprüche, sind in Österreich heimisch und ergänzen sich hervorragend als dichte, wehrhafte Vogelschutzhecke.
Dieser Strauch gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Er ist eine natürliche Hybride (Kreuzung) aus dem Einkriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und dem Großkelchigen Weißdorn (Crataegus rhipidophylla). In der Region Österreich ist er heimisch und kommt typischerweise an Waldrändern und in Hecken vor. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch Merkmale aus, die zwischen den Elternarten liegen, insbesondere bei der Form der Kelchblätter und der Blatteinschnitte.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © usb / Adobe Stock
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